Für die Raiders setzte es am Monday Night Football die erste Saisonniederlage, während die Chargers auf 2-0 stellten. Auffällig: Schon im ersten Viertel blendeten die Kameras mehrfach auf Brady, der die Partie von oben aufmerksam verfolgte und mit Headset Teil der Coaching Booth war. Seine Präsenz war ein ungewohntes Bild und sorgte, auch aufgrund der schwachen Leistung von Quarterback Geno Smith, sofort für Gesprächsstoff.
Brady als Stimme im Hintergrund
Schon während der Offseason hatten Head Coach Pete Carroll und General Manager John Spytek bestätigt, dass Brady eng in Kaderentscheidungen eingebunden ist. Spytek, der den Quarterback noch aus gemeinsamen Tagen bei den Buccaneers kennt, schwärmte im Frühjahr gegenüber ESPN von einer "unschätzbar wertvollen" Stimme im Prozess.
Auch Offensive Coordinator Chip Kelly berichtet von regelmäßigem Austausch mit Brady. Zwei- bis dreimal pro Woche besprechen die beiden Spielpläne und Tape-Analysen. Brady bringe dabei seine Erfahrung aus 23 NFL-Jahren ein - eine Ressource, die laut Kelly gerade für ein junges Team wie die Raiders "Gold wert" sei.
Klar ist: Zufrieden wird Brady mit dem Auftritt von Geno Smith nicht gewesen sein, der beim 9:20 unter anderem drei Interceptions warf. Umso spannender bleibt die Frage, ob und wie Bradys Einfluss im Laufe der Saison sichtbarer wird - und ob seine Erfahrung den Raiders helfen kann, in der starken AFC West konkurrenzfähig zu bleiben.
Zwischen Coach und Kommentator
Neben seiner Rolle in Las Vegas arbeitet Brady als TV-Analyst für Fox. Die NFL hat kürzlich die Regeln für den künftigen Hall of Famer gelockert: Zwar darf er keine Trainingseinheiten besuchen, aber an Produktions-Meetings der TV-Crews mit Coaches und Spielern teilnehmen - allerdings nur virtuell.
Nach seiner Premiere als Fox-Kommentator im vergangenen Jahr steht für Brady in Week 3 das Top-Spiel zwischen den Dallas Cowboys und den Chicago Bears auf dem Programm. Pikant: Genau diese Bears sind in Woche 4 dann auch der Gegner von Bradys Raiders.