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Broncos-Defense auf historischem Kurs: 30 Sacks nach Week 6

kicker

Unter Head Coach Sean Payton hat sich in der Mile High City eine Einheit formiert, die nicht nur Spiele entscheidet, sondern auf Rekordjagd ist. Zwei Jahre nach ihrem sportlichen Tiefpunkt ist die Defense der Broncos das Maß aller Dinge in der NFL. 30 Sacks nach sechs Spielen, Gegner, die kaum Raumgewinn erzielen und ein Pass Rush, der Quarterbacks reihenweise zur Verzweiflung bringt.

Die beste Defense der Liga

Die Zahlen sprechen für sich: 30 Sacks in Week 6 - kein anderes Team liegt auch nur annähernd auf diesem Niveau. Im Schnitt bringt Denver gegnerische Quarterbacks fünfmal pro Spiel zu Boden, was auf eine historische Marke von 85 Sacks in einer Saison hinauslaufen würde. Damit wäre der NFL-Rekord der Chicago Bears aus dem Jahr 1984 mit 72 Sacks pulverisiert.

Doch nicht nur im Pass Rush dominiert Denver: Die Broncos stehen derzeit auf Platz 2 der Liga in Total Defense (254,2 Yards pro Spiel) und Scoring Defense (15,8 Punkte pro Spiel). In den letzten drei Partien ließ das Team im Schnitt gerade einmal 10,3 Punkte und 181 Yards zu. Beim Sieg in London gegen die Jets wurde gar ein Stück Geschichte geschrieben: -10 Passing Yards als Team - ein Franchise-Rekord und die zweitniedrigste Ausbeute eines NFL-Teams seit 1990. "Wir sind in einem Groove - das ist etwas Besonderes", sagte Nose Tackle D.J. Jones.

Nik Bonitto: Der Star der D-Line

Im Mittelpunkt der Defensive steht ein Mann: Nik Bonitto. Mit acht Sacks nach sechs Spielen führt der 26-Jährige die NFL an und hat Chancen, den Franchise-Rekord von Von Miller (18,5 Sacks) zu brechen. Sein aktuelles Tempo würde sogar den NFL-Rekord (22,5) von Michael Strahan und T.J. Watt übertreffen. "Wenn du ihn eins gegen eins lässt, gewinnt er", sagt Zach Allen über seinen Teamkollegen.

Bonitto, der in seiner Rookie-Saison 2022 kaum auffiel, hat sich mittlerweile zu einem der explosivsten Edge Rusher der Liga entwickelt. Sein Zusammenspiel mit Zach Allen, John Franklin-Myers, Jonathon Cooper und D.J. Jones sorgt dafür, dass kein Gegner ihn konstant doppeln kann. "Ich spiele gut, aber ich wäre nichts ohne meine Line", betont Bonitto. "Jeder bleibt diszipliniert, jeder kennt seine Aufgabe - das macht uns so gefährlich.

Allen selbst sieht das Potenzial dieser Defense noch längst nicht ausgeschöpft: "Wenn wir komplett sind - mit Malcolm Roach und Dre Greenlaw zurück -, dann wird’s verrückt." Beide Rückkehrer sollen die ohnehin überragende Run Defense weiter verbessern.

Pat Surtain II: Der Architekt der Secondary

Während die Line für Chaos sorgt, räumt Pat Surtain II hinten auf. Der amtierende Defensive Player of the Year ist auch 2025 wieder ein Anker in der Secondary - und gleichzeitig einer der lautesten Befürworter Bonittos: "Ich schaue manchmal einfach nur zu - ein oder zwei Sekunden nach dem Snap liegt der Quarterback schon. Es ist ein Vergnügen, Teil dieser Defense zu sein." Surtain führt eine Secondary an, die kaum Big Plays zulässt und mit Neuzugang Talanoa Hufanga noch vielseitiger geworden ist.

In den vergangenen drei Wochen traf Pat Surtain II auf drei der besten Wide Receiver der NFL: Ja’Marr Chase, A.J. Brown und Garrett Wilson - und gewann jedes Duell. Surtain hielt Chase bei einem Catch für acht Yards, Brown bei vier Receptions für 40 Yards und Wilson bei einem Catch für vier Yards. Woche für Woche stellt der 25-Jährige sich dem gegnerischen Top-Receiver und unterbindet konsequent jedes Big Play.

Talanoa Hufanga: Der "First Responder" als fehlendes Puzzleteil

Mit Talanoa Hufanga holten die Broncos einen All-Pro-Safety von den 49ers und zugleich einen emotionalen Leader. Hufanga, von Sean Payton als "First Responder" bezeichnet, bringt Härte, Instinkt und Energie in die Defense. "Er ist ein großartiger Kommunikator, unglaublich intelligent, bringt viel Erfahrung mit - und spielt mit einer besonderen Härte. Manchmal ist man in der Defense der Zweite, der reagiert - und manchmal der Erste. Und Hufanga ist auf dem Bildschirm fast immer der Erste.", lobt Payton.

Zwar war der 25-Jährige in San Francisco oft verletzt, doch Payton ist überzeugt, dass Denvers moderne Health- & Performance-Philosophie ihn fit halten wird. Mit Brandon Jones bildet Hufanga eines der besten Safety-Duos der Liga, während P.J. Locke als Rotationsspieler für Tiefe sorgt.

Vance Joseph: Der Taktiker im Hintergrund

Dass die Broncos 2025 defensiv so dominieren, ist auch das Resultat von Vance Josephs Systemanpassung. Der Defensive Coordinator kam 2023 gemeinsam mit Head Coach Sean Payton nach Denver zurück und hat seither eine Defense geformt, die Aggressivität und Disziplin perfekt vereint.

Seine "cleveren Aggressoren" setzen Gegner konstant unter Druck, bleiben aber diszipliniert in Coverage. "Manchmal funktioniert nicht jeder Blitz perfekt, aber alles, was wir tun, hat einen Plan", erklärt Joseph. "Wir wollen Druck mit Sinn erzeugen - nicht um jeden Preis, sondern um die besten Matchups zu schaffen." Die Mischung aus kalkulierter Aggression und taktischer Kontrolle ist ein Grund, warum Denver in fast jeder statistischen Kategorie zur Ligaspitze gehört.

Die beste Defense seit den "No-Fly Zone"-Broncos?

Seit der legendären 2015er-Saison, als Denver mit seiner "No Fly Zone" den Super Bowl gewann, war die Defense nie mehr so dominant. Unter Payton und Joseph hat sich das Team in zwei Jahren von einer der verletzungsanfälligsten zu einer der konstantesten und fittesten Einheiten der NFL entwickelt. Mit Stars wie Bonitto, Surtain, Allen, Hufanga, Greenlaw und Jones ist Denvers Defense nicht nur tief besetzt, sondern auch jung - ein Fundament für die Zukunft.

Und wenn die aktuelle Entwicklung anhält, könnten die Broncos am Ende der Saison nicht nur Rekorde brechen, sondern sich den Ruf als beste Defense einer ganzen Ära verdienen. "Diese Jungs spielen mit der Haltung, dass sie niemand stoppen kann. Der Himmel ist das Limit für diese Defense und ich bin dankbar, Teil dieses Teams zu sein.", schwärmte Receiver Courtland Sutton.