Für Tez Johnson war es der größte Moment seiner jungen Karriere: Im dritten Viertel des Spiels gegen die San Francisco 49ers fing der Rookie einen perfekt platzierten 45-Yard-Pass von Baker Mayfield und erzielte seinen ersten NFL-Touchdown. Das Stadion tobte und plötzlich hallten die "MVP! MVP!"-Rufe durch das Raymond James Stadium. Was als Ehrung für Mayfield gedacht war, hielt Johnson jedoch zunächst für Applaus an seine eigene Adresse
Johnson verwechselt MVP-Rufe
Nach seinem spektakulären Touchdown hörte Johnson laute "MVP!"-Rufe im Stadion - und war überzeugt, dass die Tampa-Fans ihn feierten. "Ich hab’ Sterling Shepard gefragt: 'Die haben MVP gerufen, oder?' Und er meinte: 'Ja, aber das galt Baker, Tez.' Ich dachte die meinten mich", erzählte der Rookie lachend nach dem Spiel. "Ich hab dieses Jahr ja eigentlich noch gar nichts gemacht."
Johnson, ein Siebtrundenpick aus Oregon, nutzte seine Chance in einer geschwächten Receiver-Gruppe. Ohne Mike Evans, Chris Godwin und nach dem Ausfall von Rookie-Receiver Emeka Egbuka zeigte er in 26 Snaps eine starke Leistung - sein erster NFL-Touchdown wurde zum Sinnbild des "Next Man Up"-Prinzips, das Tampa Bay aktuell trägt.
Mayfield spielt wie ein echter MVP-Kandidat
Dass die Fans "MVP" rufen, hat seinen Grund: Mayfield liefert derzeit die vielleicht beste Phase seiner Karriere. Nach sechs Spielen steht der Quarterback bei 1.539 Passing Yards, zwölf Touchdowns, nur einer Interception und einer Completion Rate von 66,2 Prozent. Vier seiner Siege kamen durch Game Winning Drives in der Schlussphase.
Selbst ohne mehrere Starter in der Offense führt Mayfield die Buccaneers und bringt sich damit ernsthaft ins Gespräch um den MVP-Award. "Es ist großartig, solche Unterstützung zu spüren", sagte Mayfield bescheiden. "Aber wir sind erst am Anfang. Wir haben ein großes Spiel nächste Woche."