Ja’Marr Chase war der überragende Mann beim Thursday Night Football, als seine Cincinnati Bengals die Pittsburgh Steelers mit 33:31 bezwangen. Mit einer historischen Vorstellung führte der Star-Receiver sein Team mit 16 Pässe für 161 Yards und einen Touchdown zum dringend benötigten Sieg und schrieb dabei nicht nur Vereins-, sondern auch NFL-Geschichte.
Historische Nacht in Cincinnati
Mit 16 Receptions stellte Chase einen neuen Franchise-Rekord auf und übertraf damit seine eigene Bestmarke aus dem Jahr 2023 (15 Catches gegen Arizona). Insgesamt wurde er 23 Mal von Quarterback Joe Flacco gesucht - das entspricht einem unglaublichen Target-Anteil von fast 49 Prozent. Kein anderer Spieler wurde in dieser Saison so häufig angeworfen.
Damit reiht sich Chase in die Liste der größten Einzelleistungen der NFL ein. Nur acht Spieler in der Geschichte der Liga haben jemals mehr Pässe in einem Spiel gefangen - ganz vorne bleibt Brandon Marshall mit 21 Receptions aus dem Jahr 2009.
Rice, Moss and Chase
Ja’Marr Chase erreichte nicht nur einen neuen Franchise-Rekord, sondern einen weiteren Meilenstein seiner noch jungen Karriere und katapultierte sich in eine historische Elite-Gruppe. Der Bengals-Star hat nun die Marke von 6000 Receiving Yards und 50 Touchdowns in seinen ersten fünf NFL-Saisons überschritten.
Damit reiht sich Chase in eine Reihe mit zwei der größten Legenden des Sports: Jerry Rice und Randy Moss. Nur diese drei Spieler in der Geschichte der NFL haben in ihren ersten fünf Jahren ähnliche Produktionswerte erreicht. Es ist ein Beleg für Chase’ außergewöhnliche Konstanz, Explosivität und Bedeutung für die Offense der Bengals und ein weiterer Schritt auf seinem Weg, selbst einmal in die Hall of Fame aufgenommen zu werden.
Drei Quarterbacks, immer 100 Yards
Alle guten Dinge sind drei: Chase ist erst der zweite Spieler in der NFL-Geschichte, der in den ersten sieben Saisonspielen drei 100-Yard-Spiele mit drei verschiedenen Quarterbacks erzielt hat. In Week 2 gelangen ihm 165 Yards mit Joe Burrow gegen Jacksonville, in Week 5 waren es 110 Yards mit Jake Browning gegen Detroit und nun 161 Yards mit Joe Flacco gegen Pittsburgh. Der Einzige, dem das zuvor gelang, war Jimmy Smith 1997 bei den Jacksonville Jaguars.
Dass Chase trotz des ständigen Quarterback-Wechsels auf diesem Niveau performt, unterstreicht seine Klasse. Burrow begann die Saison, bevor ihn eine Zehenverletzung stoppte. Browning übernahm, ehe die Bengals in einem letzten Rettungsversuch Joe Flacco aus Cleveland holten und der fand sofort seine Chemie mit Chase.
Bengals stoppen Negativserie
Nach vier Niederlagen in Serie stand Cincinnati mit dem Rücken zur Wand. Der Erfolg gegen die Steelers war daher mehr als nur ein Sieg - es war ein Signal. Chase eröffnete das Scoring im zweiten Viertel mit einem kurzen Touchdown-Catch und war über das gesamte Spiel hinweg der Fixpunkt der Offensive.
Mit seiner Leistung brachte er die Bengals zurück ins Playoff-Gespräch und sich selbst endgültig unter die Elite der NFL-Receiver. Egal, wer den Ball wirft: Wenn Ja’Marr Chase auf dem Feld steht, ist er ein Game-Changer.