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Chiefs-Defense unter Druck: Das sind die größten Baustellen nach Week 1

kicker

Über weite Strecken der Partie gelang es Kansas City nicht, mit vier Pass Rushern konstant Druck auf Justin Herbert aufzubauen. Der Quarterback nutzte die Zeit in der Pocket und erzielte 9,4 Yards pro Passversuch - ein Spitzenwert in der NFL. Sein Passer Rating von 131,7 war zudem das zweithöchste seiner Karriere. Besonders in frühen Downs setzte Chargers Offensive Coordinator Greg Roman auf tiefe Play-Action-Konzepte, die die Chiefs kaum verteidigen konnten.

Nur über Blitzpakete gelang es phasenweise, Herbert unter Druck zu setzen. Auf Dauer ist das jedoch keine tragfähige Lösung, zumal auch die Defensive Backs Schwächen offenbarten. Zudem blieb die individuelle Leistung der Defensive Line hinter den Erwartungen zurück: Chris Jones wirkte in den Duellen gegen Double-Teams unauffällig, George Karlaftis konnte seine Eins-gegen-Eins-Situationen nicht nutzen, und auch Mike Danna sowie Charles Omenihu blieben blass.

Brisant: Die Offensive Line der Chargers zählt ligaweit nicht zu den Elite-Units. Dass ausgerechnet der junge Joe Alt den verletzten Left Tackle Rashawn Slater ersetzte und dabei weder Sack, QB-Hit noch Pressure zuließ, lässt die Pass-Rush-Probleme der Chiefs umso gravierender erscheinen.

Tiefe auf Cornerback fehlt

Auch bei den Cornerbacks tat sich ein weiteres Problemfeld auf. In der ersten Halbzeit hatte Safety Chamarri Conner im Slot erhebliche Schwierigkeiten - sowohl in Man- als auch in Zone Coverage. Nach der Hereinnahme von Kristian Fulton rückte Trent McDuffie in den Slot, doch auch diese Anpassung brachte kaum Besserung. Beispielhaft: Beim dritten Versuch über 15 Yards fing Quentin Johnston einen Pass gegen Fulton - ein Spielzug, der den Chargers den anschließenden vierten Versuch ermöglichte.

Defensiv Coordinator Steve Spagnuolo steht einmal mehr vor der Frage, die richtige Balance zwischen Blitz und Coverage zu finden. Wird häufiger geblitzt, sind die Cornerbacks stärker auf sich allein gestellt - ein Szenario, das nicht alle im Kader zuverlässig bewältigen können. Kristian Fulton blieb bislang hinter den Erwartungen zurück, und auch Chamarri Conner offenbarte im Slot deutliche Schwächen. Die sonst so stabile Cornerback-Unit der Chiefs wirkt daher deutlich anfälliger als in den vergangenen Jahren.

Fehlende Routine auf Safety

Auch die Safety-Position erwies sich als Unsicherheitsfaktor. Der Abgang von Justin Reid ist deutlich spürbar, die verbliebenen jungen Spieler zeigten Licht und Schatten. Bryan Cook offenbarte Schwächen in der Manndeckung, während Jaden Hicks beim entscheidenden Touchdown der Chargers in der Schlussphase falsch positioniert war und seinem Gegenspieler zu viel Raum ließ.

Unerfahrene Defense bereit für Eagles und Ravens?

Die fehlende Erfahrung macht sich bei den Chiefs klar bemerkbar: Cook, Hicks und auch Conner bringen zwar Potenzial mit, doch die Defensive von Steve Spagnuolo benötigt Zeit, um sich einzuspielen. Gerade zu Saisonbeginn bleibt das Backfield deshalb anfällig. Zwar ist die Saison noch jung, doch die Chiefs dürfen keine Zeit verlieren: Pass Rush und Coverage müssen sich deutlich steigern, wenn Kansas City in den anstehenden Duellen mit den AFC-Schwergewichten, wie den Philadelphia Eagles und den Baltimore Ravens, bestehen will.