In einem Team, das in dieser Saison ohnehin für Aufsehen sorgt, war Gibbs der überragende Mann auf dem Platz. Mit seiner Mischung aus Tempo, Instinkt und Entschlossenheit zeigte er, warum die Lions ihn in der ersten Runde des Drafts 2023 verpflichteten.
Ein Abend, auf den Detroit gewartet hatte
Jahmyr Gibbs war in den vergangenen Wochen immer wieder nah dran an dem großen Moment. Gegen Tampa Bay kam er endlich. 136 Yards erlief er am Boden, 82 Yards fing er als Passempfänger - eine Leistung, die in Detroit Erinnerungen an Franchise-Legende Calvin Johnson wachrief.
Nach Spielende sprach Gibbs ruhig, fast bescheiden, über seinen Durchbruch:"Das war meine erste 200-Yard-Leistung, also ja, das ist schon etwas Besonderes."
Der Lauf des Abends
Sein wohl prägendster Moment kam im zweiten Viertel. Gibbs erhielt den Ball, fand eine Lücke in der Defensive der Buccaneers - und war plötzlich nicht mehr zu stoppen. 78 Yards später lag er in der Endzone, das Stadion tobte.
"Es war einfach schwarz. Alles, was ich sah, waren schwarze Trikots. Ich dachte: 'Oh, scheiße' - und dann bin ich einfach geradeaus gelaufen." Seine Geschwindigkeit: über 35 Kilometer pro Stunde. Es war der schnellste Rushing-Touchdown der bisherigen NFL-Saison.
Anerkennung von Team und Trainer
Quarterback Jared Goff fand nach dem Spiel deutliche Worte: "Ich weiß nicht, wie viele Safeties in der Liga ihn hätten einholen können. Er ist verdammt schnell, und es macht Spaß, ihm zuzusehen."
Auch Headcoach Dan Campbell zeigte sich begeistert - und nicht überrascht:"Man hatte das Gefühl, dass das kommen würde. Jede Woche kam er näher und näher, und heute war der Abend, an dem er ausgebrochen ist - und es wird kein Zurück mehr geben."