Die Philadelphia Eagles haben es geschafft und den Thron der Kansas City Chiefs erklommen. Zwei Jahre lang haben die Chiefs über die NFL regiert, im Super Bowl LIX wollte die Franchise aus Missouri den historischen Threepeat perfekt machen. Sie scheiterten krachend. Und mussten zusehen, wie stattdessen die Eagles erfolgreich Revanche nahmen für die Niederlage im Super Bowl 2023, als Philly noch eine deutliche Führung verspielte.
Diesmal blieb dieser Worst Case aus. Schon der 24:0-Zwischenstand nach 30 Minuten fühlte sich wie eine Vorentscheidung an. Zu wenig Energie versprühten die Chiefs, zu dominant verteidigten die Eagles den Quarterback-Superstar Patrick Mahomes, der im gesamten ersten Durchgang mit seiner Offense gerade mal für 33 Yards Raumgewinn sorgte und ständig einen Gegenspieler der mächtigen D-Line der Eagles auf den Füßen hatte. Ein Wert, der für gewöhnlich in einem einzigen Drive in den Statistikbogen aufgenommen wird.
Mahomes und seine Offense um Travis Kelce, Xavier Worthy oder Karem Hunt das gesamte Spiel über kleinzuhalten, war auch für Jalen Hurts das wichtigste Mittel, um die zweite NFL-Championship nach Philadelphia zu holen. "Heute hat man wieder gesehen: Defense wins Championships", sagte der siegreiche Quarterback, der nach dem Spiel zum MVP von Super Bowl LIX gekürt wurde, "sie hat heute den Unterschied gemacht."
"Gott ist groß", so Hurts weiter, "ich nehme jede Erfahrung an und lerne davon. Von guten und von schlechten. Ich könnte das aber alles nicht ohne die Menschen um mich herum. Ich kann es kaum erwarten, diesen Erfolg mit meiner Familie zu genießen."
Auch Headcoach Nick Sirianni war vom Spiel seiner Mannschaft begeistert. Vom gesamten Team, und nicht von einzelnen, wie er ausdrücklich betont: "Es ist das ultimative Teamspiel. Du kannst nicht großartig sein ohne die Größe der anderen. Keiner hat den anderen im Stich gelassen. Es war eine tolle Performance jedes Einzelnen. Uns war es egal, was die anderen denken, wie wir gewinnen. Wir wollten einfach nur gewinnen."
Eine besondere Geschichte erlebte zudem Defensive Back Cooper DeJean. Der stand nicht nur als Rookie gleich in seiner ersten NFL-Saison überhaupt im Super Bowl. Er hatte auch noch Geburtstag - und fang eine Interception von Mahomes, die er in die gegnerische Endzone trug. "Ich habe davon geträumt, seit ich ein Kind war und dieses Spiel gesehen habe, als ich aufwuchs. Jetzt habe ich den Super Bowl gewonnen und ich darf einen großen Ring am Finger tragen - das ist unglaublich. Es ist verrückt", schwärmte der 22-jährige Nachwuchsstar.
Auch seinen Touchdown hat er noch klar vor Augen: "Beim Pick dachte ich nur daran, einen Touchdown zu erzielen. Ich habe versucht, den schnellsten Weg in die Endzone zu finden. Zum Glück habe ich da draußen ein paar Blocks bekommen. Ich musste einigen dieser großen Kerle ausweichen."