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Die 10 größten Takeaways nach Week 2

kicker

Der zweite Spieltag der NFL-Saison hatte es in sich: Die Packers positionieren sich als Favorit in der NFC North, die Colts finden mit Daniel Jones neuen Schwung, während First Round Running Backs noch nicht wirklich zünden. Dazu enttäuscht Pittsburghs Defense - und in Atlanta feiern gleich mehrere Rookies überragende Auftritte. Hier die zehn wichtigsten Erkenntnisse aus Week 2.

Packers dominieren die NFC North

Kurz vor Saisonstart sicherten sich die Green Bay Packers mit dem Trade für Micah Parsons einen absoluten Superstar - und dieser Transfer zahlt sich bislang voll aus. Parsons bringt eine Präsenz in der Defensive Line, die sofort Wirkung zeigt und die gesamte Defense auf ein höheres Niveau hebt.

Gleichzeitig präsentiert sich Head Coach Matt LaFleur offensiv extrem variabel, und Quarterback Jordan Love zeigt in Week 2 erneut, dass er die Rolle als Franchise-Spielmacher ausfüllen kann. Mit Blick auf die Probleme der Vikings, der Bears und der Lions sind die Packers aktuell das kompletteste Team der Division.

Nach Platz drei im Vorjahr könnte Green Bay nun den Platz an der Spitze der NFC North übernehmen, und sich möglicherweise sogar als bestes Team der gesamten NFC etablieren.

Shane Steichen und Daniel Jones starten durch

In Week 1 zerlegten die Colts die Defense der Dolphins, in Week 2 folgte der nächste Beweis: Gegen die starke Broncos-Defense fand die Kombination aus Head Coach Shane Steichen und Quarterback Daniel Jones immer wieder Lösungen. Jonathan Taylor erinnerte mit über 200 Scrimmage Yards eindrucksvoll daran, dass er einer der gefährlichsten Playmaker der Liga ist.

Steichen, vor der Saison noch auf dem Hot Seat, trifft mit seinen Personalentscheidungen voll ins Schwarze: die Verpflichtung von Daniel Jones, die Installation als Starter über Anthony Richardson und die Verpflichtung von Defensive Coordinator Lou Anarumo. All diese Moves schienen riskant, zahlen sich aber bisher auf dem Feld aus. Geht die Entwicklung so weiter, könnten sowohl Steichen als auch Jones ihre Karrieren entscheidend stabilisieren.

Travis Hunter: Zwei-Wege-Experiment unter Beobachtung

In den ersten beiden Wochen kam Travis Hunter jeweils auf 42 offensive Snaps, defensiv steigerte er sich von sechs auf 43. Damit zeigt sich: Hunter wird zwar auf beiden Seiten des Balles eingesetzt, bleibt dort aber vorerst eher Ergänzungsspieler als Leistungsträger.

Der frühere College-Star galt als potenzieller Gamechanger, doch bislang wirkt sein Impact in der NFL begrenzt. Das wirft die Frage auf, ob der hohe Draft Pick an Nummer zwei tatsächlich gut investiert war - oder ob die Rolle eines echten Two-Way-Players in der NFL schlicht zu anspruchsvoll ist.

Lions Offense explodiert auch ohne Ben Johnson

Nach der blassen Vorstellung in Week 1 meldete sich Detroit mit einem Offensivfeuerwerk zurück. Jared Goff, der mit Peyton Manning gleich gezogen ist, spielte eine überragende Partie, Amon-Ra St. Brown dominierte die Secondary und Running Back Jahmyr Gibbs lieferte sowohl im Lauf- als auch im Passspiel ab.

Im Revenge Game gegen ihren früheren Offensive Coordinator Ben Johnson erzielten die Lions über 50 Punkte - und zeigten damit eindrucksvoll, dass sie auch ohne ihren gefeierten Ex-Playcaller in der Lage sind, Big Plays am Fließband zu produzieren. Dieses Spiel war ein klares Statement und ein potentieller Fingerzeig für den weiteren Verlauf der Saison.

Vikings Offense mit McCarthy fehleranfällig

Ungewohnt viele Abstimmungsprobleme und schwache Protection bestimmten die Offense der Vikings in Woche 2, und Quarterback J.J. McCarthy fand nie in seinen Rhythmus. Das spektakuläre Comeback aus Woche 1 blieb diesmal aus.

Zusätzlich sorgt die Verletzung von McCarthy für große Sorgen in Minnesota. Auffällig ist, dass die Offense, die Sam Darnold im Vorjahr so stabil geführt hatte, aktuell viel unsicherer wirkt und sich Fehler erlaubt, die es im letzten Jahr selten gab.

Spencer Rattler zeigt Starter-Qualität

Viele Experten sahen den Saints-Quarterback-Room mit Spencer Rattler und Tyler Shough als den schwächsten der Liga. Doch Rattler beweist in den ersten beiden Spielen, dass er das Niveau eines NFL-Starters hat.

Gegen die 49ers zeigte er in Week 2 trotz Niederlage, dass er als Passer in der NFL bestehen kann. Zwar warten die Saints noch auf den ersten Saisonsieg, doch seine Entwicklung ist ein klarer Lichtblick für Head Coach Kellen Moore. Sollte er diesen Weg fortsetzen, könnte er vielleicht doch die Antwort auf die Quarterback-Frage sein.

Steelers-Defense bleibt weit hinter Erwartungen

Mit Stars wie Jalen Ramsey, T.J. Watt und Cameron Heyward galt Pittsburghs Defense auf dem Papier vor der Spielzeit als potenziell beste der Liga. Doch die Realität sieht anders aus: In Week 1 kassierten die Steelers über 30 Punkte gegen die Jets, in Woche 2 erneut über 30 gegen die Seahawks - zuletzt kassierten sie 2002 jeweils 30 oder mehr Punkte in den ersten beiden Saisonspielen.

Besonders die Defensive Line, eigentlich das Prunkstück des Teams, konnte bislang nicht dominieren, wie es viele erwartet hatten. Natürlich spielen auch Verletzungen eine Rolle, doch selbst dann bleibt die Defense hinter den Erwartungen zurück.

First Round Running Backs mit Fehlstart

Ashton Jeanty, an Position 6 gedraftet, kommt nach zwei Spielen nur auf 81 Yards bei 30 Carries - im Schnitt 2,7 Yards pro Lauf, Platz 133 im Ligavergleich laut ESPN. Omarion Hampton, der an 22. Stelle gezogen wurde, bringt es auf 72 Yards bei 23 Läufen.

Für beide gilt: Das ist zu wenig, gemessen an ihrem Draftstatus und den Erwartungen, die an First Round Running Backs gestellt werden - gerade in einer Liga, in der die Position ohnehin an Wert verloren hat und die Auswahl eines Running Backs in der ersten Runde oft kritisch gesehen wird.

Bo Nix erlebt den "Sophomore Slump"

Nach einer starken Rookie-Saison hat Broncos-Quarterback Bo Nix einen holprigen Start ins zweite Jahr erwischt. Drei Interceptions in zwei Spielen sprechen eine deutliche Sprache - und es hätten sogar mehr sein können.

Die Offense wirkt unsicher, Nix hadert mit seiner Leistung und scheint momentan noch nicht in der Lage, die Erwartungen zu erfüllen. Der gefürchtete "Sophomore Slump" hat schon einige junge Quarterbacks zurückgeworfen - nun könnte auch Nix zu kämpfen haben, den Anschluss an seine Rookie-Form zu finden.

Falcons-Rookies entscheiden das Spiel

Im Sunday-Night-Football-Spiel gegen die Vikings waren Atlantas Rookies die Matchwinner: Jalon Walker und James Pearce Jr. sorgten mit Sacks für entscheidende Aktionen, während Billy Bowman Jr. und Xavier Watts mit Interceptions glänzten.

Gerade die Defensive-Rookies, die nach der schwachen Vorsaison der Falcons dringend gebraucht werden, machten den Unterschied. Dass gleich mehrere Neulinge in einem Prime-Time-Spiel den Ausschlag geben, spricht für ein starkes Draftjahr in Atlanta und könnte die Basis für eine erfolgreiche Zukunft bilden.