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Die 10 größten Takeaways zum Saisonstart

kicker

Während Superstars wie Lamar Jackson, Josh Allen oder Justin Herbert eindrucksvoll zeigten, dass die NFL in besten Quarterback-Händen ist, offenbarte Detroit massive Schwächen in der Offense. Auch die Bengals kamen trotz Sieg ins Straucheln, Miami enttäuschte offensiv, und gleich mehrere Rookies setzten ein dickes Ausrufezeichen. football-world hat die wichtigsten Takeaways von Week 1 im Überblick.

NFL in besten Quarterback-Händen

Das Sunday-Night-Duell zwischen den Baltimore Ravens und den Buffalo Bills war von vielen als Kracher erwartet worden - und es hielt, was versprochen war. Lamar Jackson und Josh Allen, beide MVPs der vergangenen Jahre, lieferten sich ein Spektakel auf höchstem Niveau.

Die Offenses beider Teams bewegten den Ball mit Leichtigkeit, die Quarterbacks setzten Big Plays und zeigten, warum sie zu den absoluten Superstars der Liga gehören. Doch auch abseits dieser Partie gab es Highlights: Justin Herbert präsentierte sich in Topform und zerlegte die Defense der Chiefs nach Belieben. Matthew Stafford wiederum bewies mit den Rams, dass er trotz seiner Rückenprobleme und seines Alters noch immer einer der präzisesten Passer der NFL ist.

Der Tenor nach Woche eins: Die Liga ist auf der Quarterback-Position in sehr guten Händen.

Lions-Probleme werden Realität

Schon in der Offseason hatten viele Experten spekuliert, ob die Detroit Lions den Verlust ihrer beiden Coordinatoren, den Abgang von Guard Kevin Zeitler und das Karriereende von Center Frank Ragnow verkraften können. Das erste Saisonspiel lieferte die ernüchternde Antwort: Die Offense wirkte ideenlos, das sonst so dominante Laufspiel kam kaum ins Rollen, und in der Red Zone musste man sich zu oft mit Field Goals statt Touchdowns begnügen.

Gerade gegen ein Team wie die Green Bay Packers reicht so eine Vorstellung nicht aus. Die Lions, in den letzten Jahren als aufstrebendes Team gefeiert, müssen schnell Lösungen finden.

Bengals retten sich knapp

Die Cincinnati Bengals starteten in den vergangenen Jahren regelmäßig mit Niederlagen in die Saison. Dieses Mal konnte das Team endlich einen Auftaktsieg einfahren - doch der schmeckte alles andere als souverän. Die historisch schwache Offense brachte lediglich 141 Total Yards zustande, während die Cleveland Browns auf 327 Yards kamen.

Der Sieg war am Ende eher Glück als Können: Clevelands Kicker erwischte einen rabenschwarzen Tag, und Browns-Quarterback Joe Flacco warf einige unglückliche Interceptions. Für Cincinnati bleibt der positive Aspekt, dass man trotz schwacher Leistung erfolgreich war. Doch wenn sich die Offensive nicht deutlich steigert, droht eine Saison voller Probleme.

Sorgen in Miami

Die Miami Dolphins gelten mit ihrer explosiven Offense rund um Tua Tagovailoa, Tyreek Hill, Jaylen Waddle und De'Von Achane als eines der interessantesten Teams der Liga. Umso größer war die Ernüchterung nach dem Auftritt gegen die Indianapolis Colts.

Während die Defensive wie erwartet Probleme offenbarte, kam die hochgelobte Offense überhaupt nicht in Gang. Big Plays blieben aus, das Laufspiel funktionierte kaum, und auch in der Luft fehlte der Rhythmus. Dass die Dolphins gegen ein Team wie Indianapolis so blass blieben, ist ein besorgniserregendes Signal für den weiteren Saisonverlauf.

Daniel Jones vor Karriere-Renaissance?

Ein Tapetenwechsel kann Karrieren retten - das haben Beispiele wie Geno Smith, Baker Mayfield oder Sam Darnold gezeigt. Nun könnte auch Daniel Jones in diese Kategorie fallen. Nachdem er im Training-Camp Anthony Richardson den Starting-Job bei den Colts abnahm, legte er gegen Miami eine überragende Vorstellung hin.

Jones spielte nicht nur fehlerfrei, sondern stellte sogar historische Rekorde auf. Sollte er diese Form bestätigen, könnte er in Indianapolis eine echte Karriere-Renaissance erleben und zu einem langfristigen Fixpunkt werden.

Quarterback-Tausch zahlt sich aus

Eine der spannendsten Storylines von Week 1 war das direkte Duell zwischen den Teams, die ihre Quarterbacks getauscht haben. Aaron Rodgers lief erstmals für die Pittsburgh Steelers auf, während Justin Fields sein Debüt bei den New York Jets feierte. Beide lieferten starke Vorstellungen.

Rodgers beeindruckte mit Ruhe und Erfahrung, Fields glänzte mit Athletik und präzisen Pässen. Für beide Teams war es ein ermutigender Start, der zeigt, dass der Tausch ein Gewinn für alle Beteiligten sein könnte.

Rookie-Highlights

Auch die Neulinge drückten Week 1 ihren Stempel auf. Jets First Round Pick Armand Membou zeigte gegen die gefürchtete Defensive Line der Steelers ein starkes Spiel und rechtfertigte seine Draft-Position sofort. Cardinals-Cornerback Will Johnson, der wegen medizinischer Bedenken in die zweite Runde gerutscht war, spielte gegen die Saints auf einem Niveau, das eigentlich eines Erstrundenpicks würdig gewesen wäre.

In Tampa Bay überzeugte Wide Receiver Emeka Egbuka mit zwei Touchdowns und war maßgeblich am Sieg über Atlanta beteiligt. Colts Tight End Tyler Warren nutzte seine Chancen ebenfalls und rundete das starke Bild der Rookies ab.

McCarthy mit Comeback

J.J. McCarthy hatte in seinem NFL-Debüt anfangs große Probleme, wirkte unsicher und leistete sich einige Fehler. Gegen die Chicago Bears zeigte er nun jedoch, warum die Vikings langfristig in ihn investieren wollen. Nach einem schwachen Start steigerte sich der junge Quarterback extrem, fand seinen Rhythmus und führte Minnesota am Ende zu einem überzeugenden Sieg. Für McCarthy könnte dieser Erfolg das nötige Selbstvertrauen für eine starke erste Saison liefern.

Caleb Williams und die Bears

Nach einem sehr effizienten und starken Beginn der neuen Offense in Chicago unter Head Coach Ben Johnson standen lange alle Anzeichen auf Sieg. Auch wenn es am Ende nicht reichte, zeigte sich Caleb Williams deutlich verbessert - und, noch wichtiger, er bewies, dass er die Offense gut führen kann.

Besonders zu Beginn der Partie präsentierte er sich stark, und das ausgerechnet gegen eine Defense der Vikings, die unter Coordinator Brian Flores ligaweit gefürchtet ist. Trotz der Niederlage bleiben für Chicago und Williams einige positive Ansätze.

Kicker-Frust in der NFL

Das Kicking Game stand in Week 1 gleich bei mehreren Teams im Mittelpunkt - und meist im negativen Sinn. Die Cleveland Browns waren nicht das einzige Team, das unter Fehlschüssen litt - und diese am Ende den Sieg kosteten.

Auch bei den Atlanta Falcons haderte man, nachdem Younghoe Koo am Ende das Field Goal zum Ausgleich nicht verwandeln konnte. Für die Falcons könnte sich dadurch eine Tür für den deutschen Kicker Lenny Krieg öffnen, der sich im Kader befindet und möglicherweise schon bald seine Chance erhält.