Der erste Spieltag der neuen NFL-Saison hat direkt für einige große Schlagzeilen gesorgt. Den Indianapolis Colts gelang ein historischer Sieg, während sich die Detroit Lions im ersten Spiel ohne den ehemaligen Offensive Coordinator Ben Johnson extrem schwer taten. Bei der 13:27-Niederlage gegen die Green Bay Packers stellte Running Back Jahmyr Gibbs gar einen historischen Negativrekord auf.
Doch das war nicht die einzige Statistik, die in Week 1 für Aufsehen sorgte. football-world fasst einige der wichtigsten Stats zusammen.
Bengals-Offense in der zweiten Halbzeit zu brav
Die Cincinnati Bengals gewannen zwar ihr erstes Saisonspiel, mussten beim 17:16 über die Cleveland Browns aber lange zittern. Ursächlich hierfür war die eigentlich so starke Offensive, die in der zweiten Halbzeit nur magere sieben Yards produzierte.
Laut ESPN Research sind die Bengals damit das erste Team seit 25 Jahren, dass mit so wenigen Yards in der zweiten Halbzeit gewinnen konnte. Dabei erzielten die Browns mehr als doppelt so viele Yards (327 zu 141) und konnte mit 22 First Downs doppelt so viele wie die Bengals erzielen.
Giants historisch schlecht in Week 1
Derweil haben die New York Giants die Saison mal wieder mit einer Niederlage begonnen, bei den Washington Commanders kamen sie nicht über ein 6:21 hinaus. Doch damit nicht genug: In den vergangenen drei Spielzeiten erzielten sie in ihrem Auftaktmatch keinen einzigen Touchdown.
Seit 1942 sind die Giants laut Opta damit das erste Team, dem das gelang. Überraschend ist es daher nicht, dass Head Coach Brian Daboll kein klares Commitment zu Quarterback Russell Wilson abgegeben hat.
Bills mit historischem Comeback gegen die Ravens
Derweil haben die Buffalo Bills mit ihrem Erfolg über die Baltimore Ravens Geschichte geschrieben. Als erstes Team der NFL gelang es ihnen laut Opta, eine Partie mit mindestens 15 Punkten Rückstand innerhalb der letzten vier Spielminuten zu drehen und noch in der regulären Spielzeit zu gewinnen.
Der Erfolgsfaktor war dabei Quarterback Josh Allen. Mit 251 Passing Yards stellte er nicht nur einen Karriere-Bestwert für Yards in einem Viertel auf, sondern ist laut Opta der erste Spieler mit mindestens 250 Passing Yards und zwei Rushing Touchdowns in einem Viertel.
Pete Carroll gelingt Novum mit den Raiders
Auch Pete Carroll hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern der NFL untermauert. Durch seinen 20:13-Sieg mit den Las Vegas Raiders gegen die New England Patriots ist er laut ESPN Research der erste Coach, der sein Debüt-Spiel mit vier verschiedenen Franchises gewann.
1994 holte er mit den New York Jets mit 23:3 gegen die Buffalo Bills einen Sieg, 1997 besiegte er mit den Patriots die Los Angeles Chargers klar mit 41:7 und 2010 reichte es mit den Seattle Seahawks zu einem knappen 20:18 gegen die Tennessee Titans. Doch damit nicht genug: Carroll ist mit 73 Jahren und 357 Tagen der älteste Head Coach, der jemals ein NFL-Spiel gewonnen hat.
Fannin und Warren stellen Rookie-Rekord auf
Derweil haben zwei Jungspunde bei ihrem Liga-Debüt für Furore gesorgt. Tyler Warren von den Indianapolis Colts und Harold Fannin Jr. von den Cleveland Browns fingen jeweils sieben Catches. Damit stellten sie einen Rekord auf, denn bisher hat noch kein Rookie Tight End so viele Bälle gefangen.
Warren machte aus den sieben Catches 76 Yards und war damit nach Michael Pittman Jr., der auf 80 Yards kam, der statistisch zweitbeste Spieler der Colts. Für Fannin Jr. reichte es dagegen nur für 63 Yards, womit er teamintern auf Platz drei hinter Jerry Jeudy (66) und Dylan Sampson (64) landete.