Nach einer dramatischen Week 1 mit historischen Leistungen hat auch Week 2 wieder für viele Wendungen gesorgt. So lieferten sich die Dallas Cowboys und New York Giants einen harten Fight in der Schlussphase mit einem dramatischen Ende, mit sechs Führungswechseln im vierten Viertel und Overtime stellten sie den Rekord der Minnesota Vikings und Baltimore Ravens in Week 14 2013 ein. Während die Cincinnati Bengals auch ohne Quarterback Joe Burrow gewannen, lieferten die Detroit Lions ein wahres Offensiv-Spektakel ab.
Doch welche Statistiken stechen aus Week 2 noch heraus? football-world fasst einige der wichtigsten Stats zusammen.
NFL-Teams mit neuem Punkte-Rekord
Den Anfang macht eine Zahl, zu der alle Teams ihren Beitrag geleistet haben. Laut NFL fielen in allen Spielen durchschnittlich 52,6 Zähler. Das ist ein neuer Bestwert für ein Spieltag mit mindestens zehn Partien.
Die meisten Punkte legten dabei die Detroit Lions und Chicago Bears auf, die gemeinsam auf 73 Punkte kamen. Die wenigsten Erfolgserlebnisse gab es zwischen den Minnesota Vikings und Atlanta Falcons, die nur auf 28 Zähler kamen.
Vikings schlecht wie kein Team zuvor - Nur Jefferson glänzt
Die Vikings sind dabei ein guter Stichpunkt, denn ihnen gelang ein Spiel, dass es in dieser Form noch nicht in der über 100-jährigen Geschichte der NFL gegeben hat.
Laut Opta sind sie das erste Team, dass ohne Touchdown blieb, weniger als 200 Yards in der Offense zu Stande brachte, mindestens sechs Sacks kassierte, vier Fumbles sowie Turnover produzierte, mehr als acht Strafen erhielt und zudem einem Spieler über 100 Rushing Yards erlaubt hat.
Einzig Justin Jefferson sorgte für positive Schlagzeilen. Mit 26 Jahren und 90 Tagen ist er nun gemeinsam mit Larry Fitzgerald der jüngste Spieler, der in seiner Karriere 500 Catches erreicht hat.
Falcons-Star Robinson mit unglaublicher Leistung
Diese schwache Leistung von Minnesota nutzte hingegen Bijan Robinson zu seinem Vorteil aus. In den ersten zwei Spielen gelangen ihm 292 Scrimmage Yards für die Atlanta Falcons - das ist laut ESPN Research der beste Wert eines Falcons-Spielers seit Andre Rison 1994.
Doch damit nicht genug: Mit 143 Rushing Yards gegen die Vikings und 100 Receiving Yards in der Vorwoche gegen die Tampa Bay Buccaneers ist er laut ESPN Research erst der zweite Spieler in den vergangenen 30 Jahren, dem dieses Kunststück von jeweils mindestens 100 Rushing und Receiving Yards in den ersten zwei Saisonspielen gelungen ist. Nur Running Back LeSean McCoy war dies 2013 ebenfalls geglückt.
Zudem hält Robinson mit 20 Spielen mit mehr als 100 Scrimmage Yards nun die Bestmarke, seit er 2023 gedraftet wurde. Auf dem geteilten zweiten Platz folgen Derrick Henry und Saquon Barkley mit jeweils 18.
Goff holt Manning ein - Lions-Trio um St. Brown glänzt
Jared Goff hat sich derweil mit den Detroit Lions den Frust von der Seele geworfen. Mit seiner 52-Punkte-Performance hat er nun zum fünften Mal in seiner Karriere als Starter mit einem Team die magische Marke von 50 Zählern durchbrochen. Damit hat er laut ESPN Peyton Manning eingeholt. Vor ihm befinden sich noch Drew Brees und Len Dawson mit jeweils sechs solcher Spiele und Tom Brady mit acht.
Derweil trugen sich auch Amon-Ra St. Brown, der von Goff gelobt wurde, Jahmyr Gibbs und David Montgomery in die Geschichtsbücher der NFL ein. Das Trio ist laut Elias Sports Bureau das erste, bei dem alle drei Akteure in neun verschiedenen Spielen jeweils mindestens einen Scrimmage Touchdown erzielt haben.
Cowboys-Kicker historisch gut
Kicker Brandon Aubrey hat sich nicht nur bei den Cowboys-Fans mit seinen verwandelten Field Goals unsterblich gemacht, sondern sich auch einen Platz in den Geschichtsbüchern der NFL gesichert. Als erster Spieler versenkte er sowohl ein Field Goal zum Ausgleich mit auslaufender Uhr im Schlussviertel als auch ein Field Goal zum Sieg mit auslaufender Uhr in der Verlängerung.
Bei Ersterem traf er dabei aus 64 Yards, damit hat er in seiner Karriere schon zwei Field Goals aus 64 oder mehr Yards Entfernung versammelt. Zum Vergleich: Mit Justin Tucker (66) und Matt Prater (64) gibt es in der NFL-Geschichte nur zwei weitere Kicker, die ebenfalls einen verwandelten Versuch über 64 oder mehr Yards vorweisen können.
Return-Touchdowns in Miami historisch
Auch die Miami Dolphins und New England Patriots zeigten eine Leistung, die es bis dato erst einziges Mal in der NFL gegeben hat. Nach dem 74-Yard-Punt-Return-Touchdown von Malik Washington antworteten die Patriots mit einem 90-Yard-Kickoff-Return-Touchdown von Antonio Gibson.
Laut Opta gelang dies auch in Week 2 1992: Im Duell zwischen den damaligen Washington Redskins und Atlanta Falcons gelang zunächst Desmond Howard der Punt-Return-TD, ehe ein gewisser Deion Sanders mit einem Kickoff-Return-TD für die Falcons konterte.