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Dolphins nach Debakel selbstkritisch: "Schlagen uns selbst"

kicker

Eigentlich war das Thursday Night Game im heimischen Hard Rock Stadium die Chance auf Wiedergutmachung - doch am Ende erlebten die Miami Dolphins gegen die Baltimore Ravens einen bitteren Abend. Beim 6:28 fiel das Team von Head Coach Mike McDaniel nicht nur sportlich ab, sondern wurde zeitweise sogar von den mitgereisten Ravens-Fans übertönt.

Heimvorteil? Fehlanzeige

Schon früh zeigten sich die ungewohnten Umstände: Nach einem lauten Snap Count der Ravens geriet Dolphins-Tackle Larry Borom bei einem wichtigen 4th & 1 ins Straucheln - False Start. "Mit den ganzen Ravens-Fans wurde es etwas unübersichtlich mit meinem Cadence und der Lautstärke", erklärte Quarterback Tua Tagovailoa später. "Wir haben das dann an der Seitenlinie besprochen und korrigiert."

Der anschließende 35-Yard-Field-Goal-Versuch von Kicker Riley Patterson ging daneben - sinnbildlich für eine Offense, die an diesem Abend nie richtig in Tritt kam.

McDaniel wütend über "selbstverschuldete Fehler"

TV-Kameras fingen einen wütenden McDaniel nach der Strafe ein - später stellte er klar, worauf sich sein Ärger bezog: "Das war Wut über uns selbst. Wir reden seit Wochen darüber, solche Dinge zu vermeiden. Bei einem entscheidenden 4th & 1 darf so etwas einfach nicht passieren."

Miami produzierte gleich drei Turnover, blieb bei 2 von 12 Third Downs und vergab alle drei Red-Zone-Chancen - darunter ein Fumble und ein misslungener Passversuch bei 4th & 13. "Fans wollen Siege sehen - und wir haben ihnen heute keinen Grund zum Jubeln gegeben", sagte McDaniel nach der Partie. "Es ist frustrierend, aber wir müssen die Dinge selbst wieder geradebiegen."

Fehlende Konsequenz in der Red Zone

Nach dem dominanten 34:10-Auswärtssieg in Atlanta vier Tage zuvor schien Miami in der ersten Halbzeit noch auf Kurs - mehr Ballbesitz, mehr Yards, aber keine Punkte. Zur Pause lag man trotz 226 Offense-Yards mit 6:14 hinten. "Das ist generell kein gutes Zeichen, wenn du ein Spiel eigentlich kontrollierst, aber trotzdem zurückliegst", so McDaniel. Auch Tagovailoa suchte nach Erklärungen: "Wir haben einfach keinen Rhythmus gefunden."

Brooks: "Wir schlagen uns selbst"

Linebacker Jordyn Brooks brachte die Frustration nach dem Spiel auf den Punkt: "Wir müssen in der Red Zone punkten. Zu viele Turnover, zu viele verschenkte Chancen - so kannst du kein Spiel gewinnen. Solange wir nicht lernen, uns nicht selbst zu schlagen, werden wir keine Spiele gewinnen."

Mit nun 2-7 erleben die Dolphins den schlechtesten Saisonstart seit McDaniels Amtsantritt 2022. In den kommenden zehn Tagen hat das Team nun Zeit, sich zu sammeln - bevor in Week 10 die Buffalo Bills zu Gast sind.

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