Die Philadelphia Eagles haben im Februar die Kansas City Chiefs im Super Bowl LIX besiegt und stehen auch in der neuen Saison wieder ungeschlagen da. Mit 4-0 führen sie die NFC East an und gelten ligaweit als heißer Titelanwärter.
Doch Drew Brees zeigt sich wenig überzeugt. Der 13-fache Pro Bowler, der inzwischen als TV-Analyst auftritt, bescheinigte den Eagles zwar Qualität, stellte aber klar: Für ihn sind sie nicht das beste Team der NFL. Vor allem die Art und Weise, wie Philadelphia seine Spiele gewinnt, stößt Brees sauer auf.
"Langweiligste Offense der Liga"
Bereits nach dem 3-0-Start kritisierte Brees in der ESPN-Show First Take die Spielweise der Eagles scharf: "Ich kann diese Offense nicht anschauen. Es ist die langweiligste Offense. Tut mir leid."
Vor allem die hohe Laufquote und die geringen Yards pro Play seien ein Problem. Philadelphia führt die NFL mit einer Run-Play-Quote von über 54 Prozent an, schafft dabei aber nur 4,4 Yards pro Spielzug - einer der schlechtesten Werte der Liga.
Knapp, aber ungeschlagen
Auch nach dem vierten Sieg blieb die Saints-Legende kritisch: "Ich weiß, Philly ist ungeschlagen - aber nur knapp. Wenn CeeDee Lamb in Woche 1 den Ball fängt und die Rams ihr Field Goal treffen, stünden sie 2-2."
Für Brees ist klar: Die Eagles profitieren bisher von knappen Spielen, die auch hätten kippen können. Statistisch untermauert wird das durch die schwache Produktion von Jalen Hurts, mit 152,3 Pass-Yards pro Spiel, und Saquon Barkley, der nach seiner 2.000-Yard-Saison aktuell nur auf 3,1 Yards pro Lauf kommt.
Super-Bowl-Kandidat - mit Fragezeichen
Trotz seiner harten Worte sieht der 46-Jährige die Eagles nicht chancenlos. Im Gegenteil: Er betont, dass das Team das Potenzial hat, erneut den Super Bowl zu erreichen, wenn die Offense wieder an alte Zeiten anknüpfen kann. Zugleich verweist er auf die Stärke der NFC East: "Das ist die härteste Division der Liga. Mal sehen, wie es sich entwickelt."