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Eagles-Offense in der Kritik: Hurts und Brown fordern mehr Aggressivität

kicker

Die erste Halbzeit des dramatischen Sieges gegen die Rams war ein Totalausfall. Die Eagles-Offense brachte keinen Rhythmus zustande, leistete sich drei 3-and-outs in Serie und schaffte nur 17 Passing Yards. Quarterback Jalen Hurts stand zur Pause bei 4 von 8 Pässen, Running Back Saquon Barkley erlief mit sieben Versuchen gerade einmal 13 Yards - ein Schnitt von 1,9 Yards pro Lauf.

Auch Wide Receiver A.J. Brown war ohne Reception bei nur einem Target praktisch nicht existent. Dazu kam für die Eagles Offense eine katastrophale Bilanz bei dritten Versuchen: 0 von 6.

Hurts und Brown fordern Veränderung

Nach dem Spiel sprach Hurts Klartext: "Es war inakzeptabel, was wir uns in der ersten Hälfte selbst angetan haben. Wir müssen aufhören, so konservativ zu spielen."

Brown wurde noch deutlicher: "Wir haben so viele gute Spieler in diesem Team, da darf es nicht so wirken, als würden wir auf Sicherheit spielen. Lass die Playmaker Plays machen, wir sollten schnell und aggressiv spielen."

Auch Head Coach Nick Sirianni gab zu, dass man zu oft auf Feldposition und die Defense reagierte, statt selbst das Tempo zu bestimmen.

Scharfe Kritik gegen Hurts und Co. - doch Offense zeigt ihr Potenzial

Schon nach den ersten beiden Siegen war Hurts öffentlich unter Beschuss geraten, weil er für einen Super-Bowl-Quarterback auffallend wenig im Passspiel zeigte. Begleitet wurden die Diskussionen von neuen Debatten rund um den berüchtigten Tush Push, mit dem die Eagles kurze Yards oft retteten - auch das könnte als Signal für fehlendes Vertrauen ins vertikale Passspiel interpretiert werden.

Nach der katastrophalen ersten Halbzeit aber zeigte die Offense laut Hurts ihr "wahres Gesicht". Der Quarterback warf drei Touchdown-Pässe, am Ende standen 21 von 32 angekommene Pässe für 226 Yards und ein Passer Rating von 117,4. Auch A.J. Brown bewies schließlich wieder seine Klasse: Er fing 6 Pässe für 109 Yards und erzielte dazu einen Touchdown.

Die Eagles haben das Spiel zwar gewonnen, doch die Diskussionen rund um ihre Offensive werden bleiben. Intern ist für Philadelphia spätestens jetzt aber klar: Wer um den Super Bowl mitspielen will, sollte nicht länger abwartend und konservativ agieren.