Mit den Bye Weeks der Bills und Ravens wird das Start/Sit-Spiel noch kniffliger: Wer ist ein sicherer Starter, und wen sollte man besser auf der Bank lassen? football-world liefert die wichtigsten Empfehlungen für Week 7. Alle Empfehlungen basieren auf dem PPR-Scoring-Format.
Quarterbacks
Start: Justin Fields vs. Panthers: Justin Fields hat in dieser Saison bereits zweimal weniger als fünf Fantasy-Punkte erzielt - ein absolutes Albtraumszenario für jeden Quarterback. Allerdings hat er in allen anderen Spielen jeweils über 25 Punkte gemacht. Fields ist derzeit die Definition eines "Boom-or-Bust"-Spielers. Letzte Woche musste er gegen den besten Pass Rush der Liga ran - die Broncos führen die NFL in Sacks an. Jetzt trifft er auf eine Panthers-Defense mit der niedrigsten Pressure-Rate der Liga. Zudem hat Carolina bereits mehrere starke Quarterback-Performances zugelassen. Auch wenn Garrett Wilson vermutlich als Anspielstation fehlen wird, stehen die Zeichen deutlich besser als in der Vorwoche. Die Panthers haben zwar eine gute Run-Defense, doch gegen einen Dual-Threat-Quarterback wie Fields haben sie bislang noch nicht gespielt. Sein Start ist ein Risiko, das sich aber stark auszahlen könnte.
Sit: C.J. Stroud vs. Seahawks: Die Seahawks besitzen die sechstbeste Scoring-Defense der Liga, und die Offensive Line der Texans ist nicht auf den Druck vorbereitet, den Seattle unter Mike Macdonald als Playcaller bringen wird. Zudem wird die Secondary der Seahawks zunehmend gesünder. Stroud hat in dieser Saison enorme Probleme unter Druck. Gegen diese Defense ist Stroud ein Sit.
Running Backs
Start: Quinshon Judkins vs. Dolphins: Die Dolphins haben die meisten Rushing-Yards an Running Backs abgegeben und erlauben explosive Läufe mit der höchsten Rate der NFL. Kimani Vidal erzielte letzte Woche 22,8 Fantasy-Punkte gegen diese Defense - Judkins ist also ein Must-Start. Zudem wird schlechtes, windiges Wetter erwartet, was das Passspiel beider Teams erschweren dürfte. Das Running Game wird entsprechend wichtig, und Miami erlaubt 5,6 Yards pro Carry - der dritthöchste Wert der Liga. Ein klarer Start.
Start: Alvin Kamara vs. Bears: Die Bears besitzen eine der schlechtesten Laufverteidigungen der NFL - sie lassen im Schnitt 5,7 Yards pro Carry zu. Die gute Nachricht: Kamaras Target-Volumen ist zurück, mit mindestens fünf Targets in den letzten drei Spielen. Chicago hat zudem die siebtmeisten Rushing-Yards, die drittmeisten explosiven Läufe und die sechstmeisten Fantasy-Punkte gegen Running Backs zugelassen. Kamara ist ein Start.
Sit: Chuba Hubbard vs. Jets: Rico Dowdle hat in Hubbards Abwesenheit überragend gespielt und dürfte weiterhin einen großen Teil des Workloads behalten. Dazu sagte Head Coach Dave Canales in einer Pressekonferenz, dass er vor dem Spiel nicht öffentlich machen werde, wer als Starter in die Partie geht. Zu viel Unsicherheit - ein klarer Sit.
Sit: Alle Running Backs der Texans vs. Seahawks: Es sah kurz so aus, als würde Woody Marks die RB1-Rolle von Nick Chubb übernehmen. Doch in Week 5 kam wieder das Chubb-Spiel - er hatte gegen die Ravens mehr Carries. Nach der Bye Week könnte sich das ändern, aber zunächst heißt es abwarten. Seattle erlaubt die zweitwenigsten Yards pro Carry und gibt explosive Runs so selten ab wie kein anderes Team. Wer unbedingt einen starten muss, kann eher auf Marks setzen - ansonsten ist das gesamte Backfield ein Sit.
Wide Receiver
Start: Chris Moore vs. Cowboys: Washington-Receiver Chris Moore profitiert von den Ausfällen von Terry McLaurin und Noah Brown und läuft aktuell die zweitmeisten Routen hinter Deebo Samuel, dessen Einsatz weiterhin fraglich ist. Gegen eine Cowboys-Defense, die in dieser Saison die meisten PPR-Punkte an gegnerische Receiver zugelassen hat, ist Moore in tieferen Ligen ein solider Start. Auch Luke McCaffrey ist eine Option: Er hat in drei seiner letzten vier Spiele gescored und könnte bei weiteren WR-Ausfällen mehr Snaps sehen. Die Cowboys-Defense ist derzeit extrem anfällig gegen Wideouts - McCaffrey wäre ein Flex-Start, falls Samuel ausfällt.
Start: Davante Adams vs. Jaguars: Ohne Puka Nacua in London dürfte Adams noch mehr Targets sehen - er kommt ohnehin auf mindestens acht Targets in allen bis auf ein Spiel. Adams ist der Go-to-Guy in der Red Zone und belegt Platz zwei bei End-Zone-Targets in der NFL. Die Jaguars lassen die meisten Yards gegen Outside-Receiver zu - und das mit großem Abstand. Ein klarer Must-Start.
Sit: Jaylen Waddle vs. Browns: Neben den Trade-Gerüchten um seine Person machen vor allem die Browns-Defense und das Wetter Sorgen. Tua Tagovailoa spielt auswärts und im Regen gegen eine der besten Defenses der Liga. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, könnten Wind und Regen das Passspiel massiv einschränken. Wer Waddle aufstellen will, sollte vor Kickoff unbedingt das Wetter checken - sonst könnten eure Fantasy-Hoffnungen wortwörtlich ins Wasser fallen.
Tight End
Start: Dallas Goedert vs. Vikings: Zu Beginn der Saison war Goedert stark Touchdown-abhängig, doch in den letzten zwei Spielen bekam er 20 Targets und erzielte fünf Touchdowns in vier Wochen. In zwei der letzten drei Wochen war er sogar der Overall-TE1. Ein klarer Start.
Sit: A.J. Barner vs. Texans: Nach sieben Targets in Week 5 fiel Barner in Week 6 wieder auf drei zurück. Die Texans haben die viertwenigsten Yards und sechstwenigsten Fantasy-Punkte gegen Tight Ends zugelassen und nur einen Touchdown erlaubt. Dazu stellen sie die mit Abstand beste Scoring-Defense der Liga, im Schnitt lassen sie nur 12,2 Punkte zu. Ein klarer Sit.
Defense
Start: Seahawks vs. Texans: Die Texans-Offense bleibt eine der größten Enttäuschungen der Saison. Das 44-Punkte-Spiel vor der Bye Week gegen eine verletzungsgeplagte Ravens-Defense täuscht über viele Schwächen hinweg. Die Seahawks können mit ihrem Druck genau die Schwachstellen der Texans-O-Line attackieren - ein starker Start.
Sit: Commanders vs. Cowboys: Die Cowboys-Offense punktet konstant hoch, was gegnerischen Defenses kaum Chancen lässt. Dallas hat die drittwenigsten Fantasy-Punkte an gegnerische Defenses abgegeben, und Dak Prescott spielt aktuell auf MVP-Niveau. Die Commanders-Defense ist daher ein klarer Sit.