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Fehlstart perfekt: Stecken die Chiefs in der größten Krise der Mahomes-Ära?

kicker

Ein Saisonstart mit zwei Niederlagen ist für jedes NFL-Team schwierig - für ein Team, das zuletzt regelmäßig im Super Bowl vertreten war, wiegt er jedoch besonders schwer. Nur wenige Vorjahres-Finalisten stolperten derart in die neue Saison und konnten anschließend noch einmal tief in die Playoffs vordringen.

Zwar zeigen Beispiele wie die New England Patriots unter Tom Brady, dass auch ein schwacher Start nicht das Ende bedeuten muss. Doch die Chiefs wirken erstmals verwundbar - und die einstige Dominanz bröckelt.

Offensive Probleme und fehlende Balance

Mahomes bleibt einer der besten Quarterbacks der NFL, doch er kann die Probleme nicht allein lösen. Die Offensive Line lässt nach wie vor zu viel Druck zu, die gesunden Receiver sind zu inkonstant, und Travis Kelce ist nicht mehr in jedem Spiel der dominante Faktor und das zuverlässige Sicherheitsnetz.

Besonders alarmierend: Mit 123 Rushing Yards ist Mahomes nach zwei Spielen auch der beste Läufer im Team. Er hat mehr Yards als alle Running Backs zusammen, obwohl für ihn keine designten Runs im Playbook stehen.

Erneut haben die Chiefs ihr seit Jahren ungelöstes Laufspiel-Problem in der Offseason einfach ausgesessen. Isiah Pacheco kämpft nach seiner Verletzung noch um seine alte Form und zeigt weiterhin Defizite im Gespür für konstante Raumgewinne, Kareem Hunt hingegen fehlt inzwischen die Explosivität vergangener Tage.

Hinzu kommt fragwürdiges Playcalling, wie der vorhersehbare 4th-Down-Lauf gegen die Eagles. Auch defensiv bleibt vieles inkonstant: Stars wie Chris Jones oder Trent McDuffie liefern, wenn auch unbeständig, aber der Pass Rush um George Karlaftis und Mike Danna, der verletzt gegen die Philadelphia Eagles ausschied, bleibt blass. Und auch Andy Reid muss sich Kritik gefallen lassen: Das Playcalling wirkt ideenlos, vorhersehbar und bremst die Offense zusätzlich aus.

Chiefs-Fehler werden nun konsequent bestraft

Früher konnten sich die Chiefs Ballverluste oder Drops leisten, denn Mahomes rettete sie am Ende meistens. Heute ist die Fehlertoleranz nahezu verschwunden: Turnover in der Red Zone von Travis Kelce oder verpasste Big Plays wie der zu hoch angesetzte Pass von Mahomes auf Tyquan Thornton kosten nicht nur Punkte, sondern auch wertvolle Zeit.

Kansas City muss fast fehlerfrei spielen, um zu gewinnen - ein ungewohntes Rollenbild für ein Team, das jahrelang durch individuelle Klasse dominierte.

Sind die Playoffs für die Chiefs in Gefahr?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit 1990 haben es nur 12,2 Prozent der Teams mit einem 0-2-Start in die Playoffs geschafft, auch unter dem neuen 14-Team-Format. Trotz allem ist es noch zu früh für Panik: Andy Reid hat schon oft Lösungen gefunden, Mahomes hält jede Partie offen und die AFC West bleibt schlagbar.

Mit Rashee Rice, Xavier Worthy und Rookie Jaylen Royals bekommt die Offense bald dringend benötigte Tiefe. Auf Left Tackle überzeugt Rookie Josh Simmons schon nach zwei Partien mit erstaunlicher Abgeklärtheit. In der Defense ragten Chris Jones und Drue Tranquill heraus, und auch die Secondary zeigte zuletzt positive Ansätze. Niederlagen gegen starke Gegner wie die Philadelphia Eagles sind kein Untergang und mit mehr Waffen im Angriff könnte Kansas City bald wieder gefährlicher auftreten.

Krise oder nur Stolperstart?

Der 0-2-Start ist ein historisch seltener Rückschlag und die bislang größte Bewährungsprobe der Mahomes-Ära. Die Schwächen - schwaches Laufspiel, inkonstante Receiver und ideenloses Playcalling - treten so deutlich hervor wie nie.

Doch solange Mahomes unter Center steht, Andy Reid coacht und die Offense durch Rückkehrer verstärkt wird, bleiben die Chiefs ein ernstzunehmender Contender. Die Frage ist nicht, ob die Wende gelingt, sondern wie schnell. Vielleicht schon am kommenden Wochenende im Sunday Night Football gegen die New York Giants, die jüngst dramatisch gegen die Dallas Cowboys verloren.