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Kein Verbot des Tush Push in Sicht

kicker

Seit den Erfolgen der Eagles sorgt der Tush Push regelmäßig für hitzige Debatten. Viele Teams sehen den Quarterback-Sneak mit Schubhilfe von hinten als unfairen Vorteil - manche bezeichnen ihn sogar als gefährlich. Doch laut ESPN ist es unwahrscheinlich, dass die Liga in naher Zukunft erneut über ein mögliches Verbot abstimmen wird. Schon im vergangenen Frühjahr scheiterte ein entsprechender Antrag knapp mit 22 statt der erforderlichen 24 Stimmen.

Warum ein Verbot unwahrscheinlich ist

Der damalige Initiator des Verbots, der langjährige Packers-Präsident Mark Murphy, ist inzwischen im Ruhestand. Ohne einen neuen Antragsteller und ohne klar wachsende Unterstützung aus den Teams dürfte das Thema zunächst auf Eis liegen.

Die Kritik an dem Spielzug wurde nach dem jüngsten Sieg gegen die Chiefs erneut lauter - vor allem, weil Schiedsrichter den Tush Push nicht ordnungsgemäß gepfiffen haben sollen. Kritiker bemängeln, dass sich die Eagles in einer illegalen Formation aufgestellt und zudem mehrfach zu früh gestartet seien, was ungestraft blieb. Damit, so der Vorwurf, verschaffen sich die Eagles bei einem ohnehin fast nicht zu stoppenden Spielzug noch zusätzliche Vorteile.

Zudem kritisieren viele den Tush Push wegen möglicher Gesundheitsrisiken und eines erhöhten Verletzungsrisikos für Spieler. Belastbare Daten zu diesen Vorwürfen gibt es bislang jedoch nicht.

Eagles bleiben gelassen

Die Mannschaft selbst reagiert darauf gelassen. Beim Sieg gegen die Chiefs nutzte Philadelphia den Tush Push mehrfach. Zwar mahnte die NFL ihre Schiedsrichter an, die Ausführung künftig enger zu kontrollieren, doch für die Eagles ist die Kritik kaum relevant. Left Tackle Jordan Mailata konterte in einem lokalen Radio-Interview bei 94 WIP: "Manche nutzen das nur als Ausrede, warum wir das Spiel gewonnen haben."

Seit 2022 verwandelten die Eagles laut ESPN 96,6 Prozent ihrer Tush Push-Versuche bei vierten Versuchen und einem Yard. Kein anderes Team der Liga ist in dieser Situation so konstant erfolgreich. Ex-Center Jason Kelce, der den Spielzug im Frühjahr sogar vor den Ownern verteidigte, rechnet dennoch mit einem Ende: "Ich denke, der Spielzug ist erledigt. Viele in der Liga wollen ihn verschwinden sehen. Aber die Eagles werden trotzdem Wege finden, erfolgreich zu sein", sagte er am Freitag ebenfalls in einem Interview mit WIP.

Obwohl die Kritik zunimmt und Medien bereits von wachsendem Widerstand berichten, deutet aktuell nichts auf ein Verbot hin. Für die laufende Saison bleibt der Tush Push erlaubt - und wahrscheinlich sogar darüber hinaus.