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Keine PI für die Eagles: Schiedsrichter verteidigt Entscheidung

kicker

Die Philadelphia Eagles haben ihre erste Saison-Niederlage kassiert, die 17:21-Pleite gegen die Denver Broncos war dabei bestimmt von kontroversen Schiedsrichterentscheidungen. "Die Eagles wurden beraubt", befand der langjährige Reporter und Kolumnist Skip Bayless auf X.

Hill verteidigt No-Call für Goedert

Besonders im Fokus der Kritik steht eine nicht gegebene Pass-Interference-Strafe gegen Dallas Goedert. Im vorletzten Play des Spiels warf Quarterback Jalen Hurts einen Pass in Richtung seines Tight Ends, der von JL Skinner gedeckt wurde. Goedert konnte den Ball aber letztlich nicht fangen, auch weil Skinner seine Arme im Einsatz hatte.

White Head Adrian Hill verteidigt die Entscheidung aber. "Unsere Schiedsrichter haben Hand- und Nahkämpfe gesehen, aber keine Aktion, die als Foul gewertet werden könnte", erklärte er nach der Partie.

Goedert selbst wollte sich nicht zu der Situation äußern. "Ich muss mir das nochmal auf Tape anschauen. Es wäre gut zu wissen, was dort passiert ist", sagte er.

Referee nimmt Intentional Groundig zurück

Für Wirbel sorgte auch, dass Hill die Strafe für Intentional Grounding gegen Broncos-Quarterback Bo Nix im Drive zuvor wieder aufgehoben hatte, nachdem er die gelbe Flagge geworfen und die Strafe bereits verkündet hatte.

"Grounding ist ein Teamwork-Foul. Ich hatte ein absichtliches Grounding gesehen, aber der Line Judge meinte, dass sich ein Receiver in diesem Bereich befand - Nummer 28 (Tyler Badie, Anm. d. Red.). Ich habe diese Information aber über unser Kommunikationssystem, das hier nicht funktioniert hat, nicht gehört und deshalb die Flagge geworfen", erläuterte Hill. Weiter ergänzte er: "Der Line Judge kam daher zu mir und teilte mir mit, dass sich 28 tatsächlich in der Nähe des Balles befand, und deshalb haben wir die Flagge wieder aufgenommen."

Das Problem ist jedoch, dass sich Badie zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Feld befand. Am ehesten in der Nähe war noch Tight End Adam Trautman, der die Trikotnummer 82 trägt, sodass es möglicherweise zu einem Zahlendreher gekommen sein könnte. "Ich hätte auf Intentional Grounding entschieden", meinte dennoch Ex-Quarterback Tony Romo, der die Partie als Experte begleitete.

Baun sauer über Strafe gegen ihn

Derweil sorgte auch die Strafe gegen Zach Baun für Unneccesary Roughness für Diskussionen. Der Eagles-Linebacker kam bei einem Play, in dem Teamkollege Drew Mukuba seinen Gegenspieler RJ Harvey bereits getackelt hatte, zu spät und drückte den am Boden befindlichen Broncos-Spieler nochmals hart in den Rasen.

"Die Schiedsrichter sahen, dass wir einen Spieler hatten, der am Boden lag, und er (Zach Baun, Anm. d. Red.) kam herein und traf diesen Spieler, obwohl das Play bereits vorbei war", verteidigte Hill seine Entscheidung.

Baun hatte derweil eine gänzlich andere Meinung. "Ich denke, das war eine subjektive Strafe", kritisierte er. "Er kämpfte um zusätzliche Yards, und wir sind trainiert, in solchen Situationen den Gegner zu stoppen. Zudem denke ich nicht, dass er am Boden war."

Sirianni nimmt Schiedsrichter in Schutz

Die letzte kontroverse Situation war ein Illegal Shift gegen die Eagles Mitte des Schlussviertels. Philadelphia stand bei 4th&4 auf Höhe der Mittellinie und hätte mit einem neuen First Down noch mehr Zeit von der Uhr nehmen können. Stattdessen war die Unparteiischen eine gelbe Flagge gegen Saquon Barkley.

"Zwei Spieler haben sich in Bewegung gesetzt, und laut Regel müssen beide Spieler, wenn sie sich in Bewegung setzen, vor dem Snap eine Sekunde lang still stehen", erläuterte Hill die Szene. "Ein Spieler blieb stehen, aber 26 setzte seine Bewegung fort, was zu einem illegalen Shift führte."

Doch trotz dieser vielen umstrittenen Entscheidungen suchte Nick Sirianni die Schuld für die Niederlage nicht bei den Schiedsrichtern. "Ich habe großen Respekt vor den Schiedsrichtern, und wir werden niemals die Schuld bei ihnen suchen", sagte der Head Coach der Eagles. "Solche Dinge passieren in Sekundenbruchteilen, und beim Videobeweis ist es dasselbe. Ich habe großen Respekt vor dem, was sie in Echtzeit leisten müssen."

Zudem meinte er, dass sich mögliche Fehler im Laufe einer Saison immer ausgleichen. Viel mehr verdeutlichte er: "Man möchte sich nicht in solche Situationen begeben, in denen es auf die Entscheidung eines anderen ankommt."