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Mehr Punt als Passing Yards: Fehlt den Chicago Bears "Championship-Kaliber"?

kicker

Seit einer gefühlten Ewigkeit arbeiten die Bears daran, endlich wieder auf die Bildfläche zurückzukehren und bei den großen Teams der NFL mitzumischen. Extra dafür hatte man sich im letzten Jahr mit dem First Overall Pick für Quarterback Caleb Williams und in dieser Offseason für die Installation von Ben Johnson entschieden.

Der neue Head Coach hatte jahrelang erfolgreich für die Detroit Lions gearbeitet und eine der beeindruckendsten Offenses der Liga gebaut. Doch nach dem Week-1-Einbruch gegen die Minnesota Vikings (24:27 nach 17:6-Führung) und dem serviertem "50-Burger" ausgerechnet bei Johnsons "Heimkehr" in die "Motor City" (21:52) ist direkt wieder Ernüchterung eingekehrt.

"Wie blocken wir richtig? Wie fangen wir den Ball?"

Auch beim Cheftrainer selbst, der nun sein Team vor versammelter US-Medienlandschaft deutlich kritisiert hat. "Ich denke, unsere Trainingsgewohnheiten spiegeln noch nicht das Niveau einer Mannschaft mit Championship-Kaliber wider", zählte Johnson die an den Tag gelegte Einstellung seiner Schützlinge an.

Und führte weiter aus, dass beim Gastspiel in Detroit die Lions-Profis "härter" gespielt hätten als seine Spieler. Die Schuld dafür sehe er auch bei sich und seinem Coaching Staff. Deswegen solle es künftig mehr herausfordernde Trainingseinheiten geben - das Ziel dabei: herauszufinden, "wer härter trainieren möchte und wer sich hier am Sonntag etwas mehr mit dem Spielplan beschäftigen möchte".

Eine klare Aufforderung an jeden einzelnen Bears-Athleten, sich reinzuhängen, um beim wichtigen Heimspiel gegen die Dallas Cowboys am Sonntag (22.25 Uhr MESZ) ein fester Bestandteil zu sein. "Wir sprechen ständig mit den Offensivspielern darüber, dass unsere Grundlagen und unsere Technik schon auf dem Trainingsplatz zum Tragen kommen müssen", führte Johnson aus. Nur so könne sich ein NFL-Team optimal für den Spieltag vorbereiten und dort auch von vorn bis hinten für den Sieg agieren. Ganz banale Sachen seien hier gefragt: "Wie blocken wir richtig? Wie fangen wir den Ball? Wie blocken wir nach dem Fangen? Ballsicherheit und solche Dinge. Es sind die kleinen Dinge, die man schon im Jugend-Football lernt, die selbst auf diesem Niveau einen riesigen Unterschied machen."

Das Punt-Versprechen fliegt Williams um die Ohren

Für den Moment aber müssen die Bears mal wieder mit Enttäuschungen leben. Genauso mit Hohn - etwa in Bezug auf Spielmacher Caleb Williams, der zwar für ordentliche 417 Passing Yards und vier Total Touchdowns schon verantwortlich gezeichnet hat, allerdings immer wieder auch falsche Entscheidungen trifft. Und Drives so an die Wand beziehungsweise zum notwendigen Punt fährt.

Apropos: Nach dem NFL Draft 2024, wo Williams bekanntlich als First Overall Pick übers Board gegangen ist, hatte der neue Quarterback in Chicago direkt Bears-Punter Tory Taylor geschrieben. Seine Nachricht damals: "Du musst hier nicht oft punten." Er würde quasi für reihenweise Erfolgserlebnisse in Form von starken Drives sorgen.

Die Wahrheit sieht anders aus: Seither hat Special Teamer Taylor 92-mal einen Punt gesetzt - mehr als jeder andere NFL-Spieler in diesem Zeitraum. Insgesamt kommt der Akteur damit auf 4389 Punt-Yards in 19 Matches, Quarterback Williams schafft es in seiner Zeit derweil auf 3958 Passing Yards. Auch hier stimmt es also in der "Windy City" überhaupt noch nicht.

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