Die NFL hat Denver Broncos Linebacker Dre Greenlaw für ein Spiel gesperrt. Grund ist ein Vorfall nach dem 33:32-Sieg seines Teams gegen die New York Giants, bei dem der Verteidiger laut Ligaangaben einen Schiedsrichter verbal bedroht haben soll.
Verbalangriff auf Referee Brad Allen
Wie die Liga am Montag mitteilte, "verfolgte Greenlaw Schiedsrichter Brad Allen und bedrohte ihn verbal, als dieser das Spielfeld verließ." Ein Video, das von einem Reporter des Senders CBS Colorado veröffentlicht wurde, zeigt die Szene, die zur Sperre führte.
Die NFL erklärte, Greenlaw habe damit gegen die Regel verstoßen, die den Gebrauch "beleidigender, bedrohender oder herabwürdigender Sprache oder Gesten gegenüber Gegnern, Teamkollegen, Offiziellen oder Vertretern der Liga" untersagt.
Greenlaw hat laut Tarifvertrag drei Tage Zeit, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Sollte die Sperre bestehen bleiben, verpasst er das Heimspiel gegen die Dallas Cowboys und verliert zudem ein Spielgehalt in Höhe von rund 192.000 US-Dollar.
Erster Einsatz, sofort gesperrt
Brisant: Das Spiel gegen die Giants war Greenlaws erstes für die Broncos, nachdem er im März einen Dreijahresvertrag über 31,5 Millionen Dollar unterschrieben hatte. Wegen einer Oberschenkelverletzung hatte der Linebacker die gesamte Preseason und die ersten sechs Saisonspiele verpasst.
In seinem Debüt zeigte Greenlaw dennoch sofort Wirkung: Er kam in 21 Snaps auf sechs Tackles und einen Quarterback-Hit, während die Broncos einen historischen 19-Punkte-Rückstand im vierten Viertel aufholten und sich auf 5-2 verbesserten.
Head Coach Sean Payton hatte Greenlaw schon vor Wochen für seine Physis und Spielintelligenz gelobt. Der 28-Jährige gilt als wichtiger Baustein für Denvers Defense. In seinen sechs Jahren bei den San Francisco 49ers brachte es Greenlaw auf vier Saisons mit über 80 Tackles und 14 abgewehrte Pässe - ein Beleg für seine Bedeutung auf dem Spielfeld.