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Nach Klatsche in Denver: Jones kritisiert Cowboys-Defense

kicker

Eine Woche vor der Trade-Deadline steht in Dallas alles auf dem Prüfstand - besonders die Defense. Nach der deutlichen Niederlage in Denver wächst der Druck auf das Team von Head Coach Brian Schottenheimer, doch Besitzer Jerry Jones bleibt gelassen. Statt eines hektischen Spielerwechsels fordert er bessere Execution.

Für Jones hat Spiel keinen Einfluss auf Trade

Die Cowboys kassierten in Denver die zweite Niederlage mit über 40 zugelassenen Punkten in dieser Saison und wirkten in der Defense völlig überfordert. Trotzdem will Jones keine übereilten Transfers: "Wenn ich ein Angebot sehe, das uns helfen könnte, dann bewerte ich es nach seinem Nutzen für das Team - unabhängig vom heutigen Ergebnis", erklärte er. "Das Spiel heute hat keinen Einfluss auf einen möglichen Trade für einen Spieler."

Laut mehreren Quellen sondiert Dallas zwar den Markt, fand bislang aber keine Einigung. Für Jones liegt das Problem ohnehin nicht im Personal: "Sind wir nur einen Spieler davon entfernt, besser zu sein? Ich glaube nicht. Wir sind weiter davon entfernt. Aber wir sind näher dran, als es aussieht - wenn wir besser ausführen."

Defense völlig überfordert

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: 426 Yards, vier Touchdown-Pässe und 179 Rushing Yards ließ Dallas zu - ein Schnitt von 6,4 Yards pro Lauf. Es war bereits das vierte Spiel mit über 400 gegnerischen Yards. Insgesamt rangiert die Defense nach Week 8 auf Platz 32 der Liga in Yards pro Spiel und auf Rang 30 bei zugelassenen Punkten.

Head Coach Brian Schottenheimer wollte die Pleite nicht allein auf seine Verteidigung schieben: "Ich lege das nicht nur auf die Defense. Keiner von uns hat heute gut genug gecoacht oder gespielt." Dabei fehlten die drei Starting-Safeties Malik Hooker, Donovan Wilson und Juanyeh Thomas verletzungsbedingt. In der zweiten Halbzeit kam der nächste Rückschlag: Cornerback Alijah Clark musste mit einer Rippenverletzung raus. Broncos-Quarterback-Bo Nix nutzte die Lücken gnadenlos, blieb ohne Sack und warf vier Touchdowns.

Prescott: "Vergesst die Trade-Gerüchte. Tut mehr."

Auch Quarterback Dak Prescott zeigte sich selbstkritisch und sprach seinen Mitspielern ins Gewissen: "Ich vertraue den Jungs, die wir haben. Ehrlich. Unser Kader ist okay. Natürlich kann er besser sein, das könnt ihr schreiben. Aber ich sage den Jungs: Vergesst die Trade-Gerüchte. Tut mehr. Schritt nach vorn, egal auf welcher Position."

Jones erinnerte anschließend an das Jahr 2018, als Dallas nach einem 3:4-Start Amari Cooper holte und die Saison noch drehte. Dieses Mal scheint er jedoch auf Besserung von innen zu setzen - und nicht auf einen großen Namen von außen.

Ein Team auf der Suche nach sich selbst

Mit einer Bilanz von 3-4-1 liegt Dallas aktuell nur auf Platz zehn der NFC. Noch ist nichts verloren - doch die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Cowboys wirklich "nur besser ausführen" müssen. Oder ob der Besitzer am Ende doch zum Telefon greift. Für die Cowboys geht es in Week 9 bei Monday Night Football gegen die Arizona Cardinals.

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