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Nach Raiders-Debakel: Carroll gibt Gedanke über QB-Wechsel zu

kicker

Die Las Vegas Raiders stecken tief in der Krise - der Start in die NFL-Saison 2025 verläuft bislang wie ein Albtraum. Nach der deutlichen 6:40-Pleite gegen die Indianapolis Colts steht das Team von Head Coach Pete Carroll bei einer Bilanz von 1-4 und wirkt in allen Mannschaftsteilen verunsichert.

Offensiv, defensiv und im Special Team häufen sich Fehler, während die Verunsicherung von Woche zu Woche wächst. Im Zentrum der Kritik steht Quarterback Geno Smith, der mit neun Interceptions in fünf Spielen ligaweit den Negativrekord anführt und dessen Startplatz zunehmend wackelt.

Frust pur nach historischem Fehlstart

Der Auftritt in Indianapolis war ein Offenbarungseid. Die Raiders blieben ohne Touchdown, kassierten sechs gegnerische Drives in Folge, die in einem Colts-Touchdown endeten und wirkten in allen Mannschaftsteilen überfordert.

Für Pete Carroll, der vor der Saison mit großen Worten „Wir werden viele Spiele gewinnen“ angetreten war, ist es der schlechteste Saisonstart seiner langen Trainerkarriere. "Ich verarbeite das ehrlich gesagt schlecht, weil ich erwartet habe, direkt zu gewinnen", sagte Carroll nach dem Spiel sichtlich angefasst. "Aber wir müssen da jetzt durch. Wir brauchen die Reps, wir müssen im System bleiben und besser werden."

Smiths Krise spitzt sich zu

Geno Smith, der als Wunschspieler von Carroll nach Las Vegas kam, liefert bisher keine Argumente für Vertrauen. Gegen die Colts warf er zwei weitere Interceptions - seine dritte Partie mit mehreren Ballverlusten in nur fünf Wochen. Insgesamt steht der 34-Jährige bei sechs Touchdowns und neun Picks bei einer Quote von 65 Prozent angekommener Pässe.

Smith zeigte sich nach der Partie kämpferisch, aber auch selbstkritisch: "Ich bin nie entmutigt. Ich habe keinen Platz für Selbstmitleid - ich werde weiterarbeiten, das ist, wer ich bin. Wenn etwas nicht funktioniert - Offense, Defense oder Special Teams - dann liegt es an mir."

Auf die Frage, ob er sich Sorgen um seinen Starter-Job mache, reagierte Smith gelassen: "Das hier ist die NFL, das ist die Liga der Besten. Du musst es einfach hinkriegen. Solange wir das nicht tun, werden wir dieselben Ergebnisse sehen."

Carroll denkt über Wechsel nach

Nach der deutlichen Pleite gab Carroll offen zu, dass er über einen Quarterback-Wechsel nachgedacht habe. Backup Kenny Pickett stand bereit - am Ende entschied sich der Head Coach jedoch dagegen: "Ich habe kurz darüber nachgedacht, ja. Aber was wir jetzt brauchen, ist Spielpraxis. Wir müssen draußen bleiben, im System spielen, die Abläufe verbessern. Das war kein Moment für eine große Veränderung."

Diese Worte zeigen: Trotz der Krise hält Carroll an seinem Quarterback fest - zumindest vorerst. Der Coach verweist auf den gemeinsamen Prozess und darauf, dass das Team lernen müsse, als Einheit zu funktionieren.

Fehlstart auch für Offense-Guru Chip Kelly

Eigentlich sollte die Offense das Prunkstück der Raiders werden. Mit Offensivkoordinator Chip Kelly, Rookie-Running Back Ashton Jeanty und der Verpflichtung von Smith versprach man sich explosive Plays. Doch stattdessen rangiert Las Vegas mit nur 16,6 Punkten pro Spiel auf Platz 30 der Liga.

Jeanty ist einer der wenigen Lichtblicke mit zwei Spielen über 100 Scrimmage-Yards, doch die Angriffsbemühungen bleiben insgesamt ineffektiv, vor allem in der Red Zone.

Der Tiefpunkt als Wendepunkt?

Für Carroll und sein Team steht nun viel auf dem Spiel. Nach vier Niederlagen in Folge braucht die Franchise dringend ein Erfolgserlebnis, um den Absturz zu stoppen.

Kommende Woche wartet mit den Tennessee Titans ein schlagbarer Gegner und vielleicht die letzte Gelegenheit für Geno Smith, das Vertrauen seines Trainers zu rechtfertigen. "Wir glauben, dass wir besser sind, als es aussieht", sagte Carroll zum Abschluss. "Aber wir müssen es endlich zeigen - nicht im Training, sondern auf dem Spielfeld."