Ohne die verletzten oder gesperrten Defensive Backs Brian Branch, Kerby Joseph, D.J. Reed, Terrion Arnold und Avonte Maddox mussten bei den Lions insgesamtt gleich acht Ersatzspieler in der Secondary ran - und sie lieferten. Ersatzmann Arthur Maulet fing eine starke Interception, Amik Robertson forcierte einen Fumble, der ins Team gerückte Nick Whiteside verbuchte drei Pass Breakups und Backup-Safety Erick Hallett führte das Team mit acht Tackles an. Insgesamt erlaubte Detroit nur 4,6 Yards pro Passversuch.
"Ich bin einfach stolz auf die Jungs", sagte Robertson, der einzig verbliebene Starter, auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Wir wussten, dass niemand an uns glaubt. Aber das war unsere Chance, der Welt zu zeigen, wozu wir fähig sind - und genau das haben wir getan."
Sheppards Gameplan geht voll auf
Ein entscheidender Faktor: Defensive Coordinator Kelvin Sheppard, der erst seine siebte Partie in dieser Rolle coachte. Seine aggressive Herangehensweise brachte Mayfield immer wieder unter Druck - laut PFF wurde der Quarterback 44-mal unter Druck gesetzt, kassierte acht Quarterback Hits und vier Sacks. Auch die Rückkehr von Defensive Tackle Alim McNeill nach seinem Kreuzbandriss trug dazu bei, den Rhythmus der Buccaneers-Offense dauerhaft zu stören.
Head Coach Dan Campbell lobte seinen Coordinator ausdrücklich: "Shep wird immer besser. Er hat ein großartiges Gefühl für unsere Spieler und versteht, was der Gegner versucht. Ich bin stolz, aber nicht überrascht - das ist genau das, was ich von ihm erwartet habe."
"Namenlose Gesichter" bringen den Sieg
Nach dem Spiel widmete Linebacker Derrick Barnes den Game Ball seinem Coach - doch Sheppard reichte die Anerkennung sofort weiter: "Ich bin nichts ohne euch", sagte er zu seiner Defense. "In dieser Liga ging es schon immer um die Spieler - und so wird es immer sein. Seht ihr, wie gut wir sein können? Es spielt keine Rolle, wer da draußen steht. Namenlose Gesichter? - das ist uns egal -wir treten überall an."
Mit dieser Einstellung und einer Defense, die selbst ohne Stars dominiert, gehen die Lions nun in ihre Bye Week - und haben spätestens jetzt bewiesen, dass sie in der NFC ein ernstzunehmender Contender sind.