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Neuer Titans-Coach McCoy: So will er Rookie Quarterback Ward aufbauen

kicker

McCoy kam ursprünglich als Senior Offensive Assistant nach Nashville und sollte Head Coach Brian Callahan unterstützen - doch nach dessen Entlassung am Montag steht der 53-Jährige nun selbst an der Spitze des Teams. "Ich habe jetzt eine Aufgabe, und ich bin dankbar für diese Chance", sagte McCoy in seiner ersten Pressekonferenz. "Es ist eine Ehre und ein Privileg, dieses Team zu führen. Wir müssen zusammenhalten - das ist der einzige Weg. Jeder, Spieler wie Trainer, muss Verantwortung übernehmen."

Ein erfahrener Coach mit klarem Plan

McCoy bringt reichlich Erfahrung mit: Er war bereits Head Coach der San Diego Chargers (2013-2016), wo er mit Quarterback Philip Rivers eine der besten Offensiven der Liga formte. Unter McCoy belegten die Chargers in Total Offense im Schnitt Platz neun in der NFL, verfügten immer über ein starkes Passspiel und erreichten in seinem ersten Jahr die Playoffs. Zuletzt arbeitete er für die Jacksonville Jaguars, wo er als Quarterbacks Coach maßgeblich an der Entwicklung von Trevor Lawrence beteiligt war.

Sein wichtigstes Projekt in Tennessee ist jetzt Rookie Quarterback Cam Ward, der in seinen ersten sechs NFL-Spielen bereits acht Ballverluste verzeichnete - der zweithöchste Wert ligaweit. Für McCoy ist das kein Grund für Panik, sondern ein Ansatzpunkt. "Das ist etwas, das wir bereinigen müssen", sagte er.

Positive Verstärkung statt Druck

Dabei setzt McCoy bewusst auf positive Verstärkung - ein Konzept, das er schon bei Trevor Lawrence erfolgreich anwandte: "Ich habe Trevor damals jede Woche gesagt: 'Du wirst besser.' Und genau das werde ich Cam auch sagen."

Der neue Coach betonte, dass das Trainerteam Ward stärker in seine besten Elemente einbinden will. "Unsere Nummer-eins-Aufgabe ist jetzt: Wie können wir Cam effizienter machen und ihm helfen, Erfolg zu haben?", erklärte McCoy. Die Spielzüge wird weiterhin Quarterbacks Coach Bo Hardegree ansagen, allerdings mit stärkerer Einbindung von Tight Ends Coach Luke Stocker und Running Backs Coach Randy Jordan.

Vorbilder in der Kabine

Neben den taktischen Anpassungen setzt McCoy auf Führungsstärke innerhalb des Teams. Besonders Defensive Lineman Jeffery Simmons hebt er hervor: "Wenn man sieht, was Jeff jeden Tag leistet, versteht man, warum er jedes Spiel dominiert."

Simmons selbst hatte zuletzt betont, dass die Titans in der Woche vor der Niederlage gegen Las Vegas eine der schlechtesten Trainingswochen der Saison hatten. McCoy sieht es positiv, dass Simmons das offen anspricht: "Ich liebe das. Das ist Verantwortungsbewusstsein. Er will unbedingt gewinnen."

Botschaft an die Fans

Mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen die New England Patriots appellierte McCoy auch an die Anhänger: "Ich verstehe die Frustration. Unser 1-5-Record ist, was er ist. Aber ich kann euch versprechen, dass wir jeden Tag, an dem wir diese Anlage betreten - als Trainerstab und als Spieler - alles geben werden, um uns die besten Chancen auf einen Sieg zu geben. Und darum geht es schließlich: Es geht darum, zu gewinnen."

Mike McCoy steht vor einer schwierigen Aufgabe - die Titans aus der Krise zu führen und Rookie Cam Ward in der NFL zu etablieren. Doch mit seiner Erfahrung, seiner positiven Ansprache und klaren Linie hat der neue Interimstrainer einen Plan, der Hoffnung macht.