Nach drei Niederlagen zum Auftakt wächst der Druck auf die Titans. Fans forderten bereits lautstark die Entlassung des Head Coaches, doch Brian Callahan bleibt im Amt und zieht laut dem offiziellen Statements des Teams nun selbst Konsequenzen.
Mit der Übergabe des Playcallings an Bo Hardegree will er wieder mehr Zeit für die übergeordneten Aufgaben als Head Coach gewinnen und die Offense stabilisieren.
Konsequenz nach 0-3-Start
"Man reflektiert viel nach so einem Start", erklärte Callahan am Dienstag. "Ich glaube, dass dieser Schritt mir helfen wird, ein besserer Head Coach zu sein und für das gesamte Team präsenter zu werden."
Seit seiner Amtsübernahme 2024 hatte Callahan die Spielzüge selbst angesagt, doch nach einem 3-17-Rekord und einer bislang enttäuschenden Offense sah er sich zu einem Wechsel gezwungen.
Hardegree bringt Erfahrung mit
Der 39-jährige Bo Hardegree ist seit 2024 bei den Titans. Zuvor übernahm er bei den Las Vegas Raiders 2023 nach der Entlassung von Josh McDaniels als Interim-Offensive-Coordinator und führte den Rookie Aidan O’Connell durch neun Spiele, die das Team mit einem positiven Rekord abschloss.
Jetzt steht er vor einer sehr ähnlichen Situation - mitten in der Saison, mit eine Rookie-Quarterback, bei einem schwachen offensiven Team, das dringend Stabilität braucht.
Offense braucht dringend Impulse
Tennessee erzielte bisher nur 17 Punkte pro Spiel und rangiert damit auf Platz 28 der Liga. Rookie-Quarterback Cam Ward kommt bislang auf zwei Touchdowns, eine Interception und ein Passer Rating von 71,4. Die Titans haben in drei Partien gerade einmal drei Touchdowns erzielt und wurden von den Colts zuletzt mit 41:20 deklassiert.
Die Titans stehen vor einer schweren Serie mit drei Auswärtsspielen in Houston, Arizona und Las Vegas. Dort wird sich zeigen, ob Hardegree mit seinen Ansagen neuen Schwung in die lahmende Offense bringen kann und ob Callahan die Wende schafft, bevor die Kritik endgültig überhandnimmt.