Während die Liga ein Verfahren nach der Personal Conduct Policy eingeleitet hat, starteten auch die Dolphins eine vereinsinterne Untersuchung. Für Hill könnte ein längeres Verfahren mit weitreichenden Konsequenzen folgen.
NFL bestätigt Personal-Conduct-Review
Die NFL hat offiziell bestätigt, dass sie ein Verfahren nach der Personal Conduct Policy gegen Tyreek Hill eingeleitet hat. Hintergrund sind neue Vorwürfe häuslicher Gewalt, die seine getrennt lebende Partnerin Keeta Vaccaro im Rahmen eines Scheidungsverfahrens erhoben hat. "Es ist Standard, dass die Liga einen solchen Fall überprüft", hieß es in einer Mitteilung der NFL.
Dolphins Head Coach Mike McDaniel erklärte zuvor, dass auch die vereinsinterne Untersuchung bereits angelaufen sei. Diese sieht unter anderem vor, die angebliche Betroffene zu befragen. Da die NFL jedoch keine rechtliche Handhabe hat, Zeugen oder Opfer zur Kooperation zu zwingen, hängt der Fortgang des Verfahrens maßgeblich von Vaccaros Aussagebereitschaft ab.
Mögliche Konsequenzen für Hill
Sollte die Liga den Vorwürfen Glauben schenken, droht Hill eine Sperre. Kommt es zu keiner Einigung, entscheidet am Ende die ehemalige Bundesrichterin Sue L. Robinson. Hill hätte in diesem Fall ein Berufungsrecht bei Commissioner Roger Goodell oder einem seiner Vertreter.
Ein zu berücksichtigender Faktor: Bereits 2014 war Hill wegen häuslicher Gewalt verurteilt worden, nachdem er seine damalige, schwangere Freundin angegriffen hatte. Unter der Personal Conduct Policy könnte dieser Vorfall als erschwerender Umstand gewertet werden.