Fernando Mendoza soll die Las Vegas Raiders aus der Irrelevanz heraus und zurück in die Erfolgsspur führen. Beim jüngsten NFL Draft wurde der Quarterback an erster Stelle ausgewählt und trägt ab sofort die Hoffnungen einer ganzen Franchise auf seinen Schultern.
Dass der 22-Jährige überhaupt zum Top Pick im Draft wurde, lag an seiner herausragenden Saison am College mit den Indiana Hoosiers. Mendoza führte sein Team zu einer ungeschlagenen Saison samt Meisterschaft. Und wie es sich für den US-Sport gehört, bekommen erfolgreiche Sportteams meist eine Einladung ins Weiße Haus.
Auch die Hoosiers wurden zu einer Visite bei US-Präsident Donald Trump eingeladen, am 11. Mai ist das Team in Washington, D.C. vor Ort. Doch ausgerechnet das Aushängeschild fehlt: Mendoza sagte seine Teilnahme an der Veranstaltung ab. Für eine kleine Kontroverse sorgte dabei seine Begründung.
Denn in seiner offiziellen Absage behauptete Mendoza, er könne den Termin nicht wahrnehmen, weil er zeitlich mit den ersten organisierten Teamaktivitäten der Raiders zusammenfalle. Diese beginnen allerdings erst eine Woche später. Hat sich der Quarterback schlicht im Datum geirrt? Oder stecken andere Gründe hinter seiner Absage?
Fakt ist: In der Vergangenheit verzichteten mehrere bekannte Sportler auf einen Besuch beim umstrittenen US-Präsidenten Trump, besonders aus politischen Gründen. Mendoza seinerseits machte solch eine Debatte gar nicht erst auf und hielt sich bei diesem Thema zurück. Am Wochenende erklärte er gegenüber Reportern seine Absage noch einmal.
"Ich stehe hier ganz unten in der Rangordnung. Ich muss mich erst einmal beweisen", sagte er mit Blick auf die Raiders. Und weiter: "Ich darf kein Training verpassen. Ich habe zwar keinen Kalender, aber als Neuling finde ich, dass das keinen guten Eindruck macht. Ich möchte meinen Teamkollegen bestmöglich helfen, und ich weiß nicht, ob ich dieses Ziel damit erreichen würde."