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Rasen-Eklat in Pittsburgh: Steelers-Legende Roethlisberger schlägt Alarm

kicker

Beim letzten Heimspiel der Steelers sorgte der Rasen für Ärger - Kicker Chris Boswell rutschte bei einem Field-Goal-Versuch aus, und selbst Quarterback Aaron Rodgers bezeichnete den Untergrund als "unspielbar". Für die Franchise-Legende Roethlisberger ist die Situation inakzeptabel.

Schlechter Zustand des Spielfelds

"Du kannst kein professionelles Football-Team - weder die Steelers noch ihre Gegner - auf so einem Platz spielen lassen", sagte Roethlisberger in seinem Podcast Footbahlin. Roethlisberger sieht die Ursache im geteilten Stadionbetrieb mit dem College-Team der University of Pittsburgh (Pitt). Seit der Eröffnung des damaligen Heinz Field im Jahr 2001 nutzen die Steelers und Pitt das gleiche Spielfeld - mit sichtbaren Folgen. Der ehemalige Quarterback schlägt eine radikale, aber aus seiner Sicht sinnvolle Lösung vor:

"Ich sage das schon lange: Pitt sollte dort nicht mehr spielen. Und zwar nicht nur für die Steelers, sondern auch im Interesse von Pitt selbst. Baut ein 35.000-Plätze-Stadion im Stadtteil Oakland, macht es laut, voll und energiegeladen. Die Studenten könnten einfach hinlaufen."

Roethlisberger betonte, dass das geteilte Stadionmodell langfristig beiden Programmen schade - den Steelers sportlich, Pitt atmosphärisch. "Wenn du 65.000 Plätze hast und das Stadion nur halb voll ist, sieht das einfach nicht gut aus", so Roethlisberger weiter.

Kritik an der NFL

Der 43-Jährige weiß, dass ein Umzug nicht leicht umzusetzen wäre - schließlich wurde das Stadion mit Steuergeldern gebaut. Dennoch fordert er Konsequenzen: "Sie müssen herausfinden, wie sie diese Dinge voneinander trennen und dieses Feld verbessern können, denn man kann dieses Produkt nicht auf den Markt bringen, damit der beste Kicker im Spiel Field Goals verfehlt."

Roethlisberger stellte zudem klar, dass er grundsätzlich ein Fan von Naturrasen sei - aber nur, wenn dieser auch in gutem Zustand ist. "Natürlich ist echter Rasen besser als Kunstrasen. Aber schlechter Rasen ist keine Lösung. Jede NFL-Mannschaft sollte auf einem hochwertigen Grasfeld spielen. Es ist lächerlich, dass sie das nicht tun - vor allem in Stadien, in denen das Spielfeld bereits aus Gras besteht."

Ben Roethlisberger spricht aus, was viele Fans in Pittsburgh denken: Das Acrisure Stadium braucht dringend bessere Bedingungen - oder Pitt ein eigenes Zuhause. Ob die Verantwortlichen der Stadt und der Universität seinem Vorschlag folgen, bleibt offen. Doch der Druck wächst - nicht nur von Fans, sondern jetzt auch von einer Steelers-Legende.