Die Baltimore Ravens müssen weiterhin auf ihren Superstar-Quarterback Lamar Jackson verzichten - und die Sorgen um den zweimaligen NFL-MVP wachsen. Auch am Mittwoch fehlte Jackson erneut im Teamtraining, es war bereits seine vierte Abwesenheit in Folge. Die Hamstring-Verletzung, die er sich in Week 4 beim Duell gegen die Kansas City Chiefs zuzog, scheint hartnäckiger zu sein als zunächst gehofft.
Damals musste Jackson im dritten Viertel vom Feld, nachdem er bei einem Scramble in der Chiefs-Defense hängen geblieben war. Die Szene wirkte zunächst harmlos, doch schnell wurde klar, dass es sich um mehr als nur eine leichte Zerrung handelt. Seitdem hat Jackson keine Trainingseinheit vollständig absolvieren können, und auch seine Beweglichkeit soll laut Teamquellen weiterhin eingeschränkt sein.
Harbaugh bleibt vage zu Jacksons Status
Head Coach John Harbaugh wollte am Mittwoch keine konkrete Prognose abgeben: "Wie bei allen Jungs, die mit Verletzungen zu tun haben - wir werden im Laufe der Woche sehen, wie es aussieht", erklärte der Coach auf Nachfrage. Damit ist weiterhin offen, ob Jackson am Wochenende im Heimspiel gegen die Los Angeles Rams auflaufen kann.
In Jacksons Abwesenheit bereitet sich Backup-Quarterback Cooper Rush erneut auf einen möglichen Start vor. Der frühere Dallas-Cowboys-Spielmacher kam beim 13:41-Debakel gegen Houston zum Einsatz und brachte 14 von 20 Pässen für 179 Yards an, warf jedoch drei Interceptions.
Angespannte Lage in Baltimore
Für die Ravens, die mit 1-4 einen der schwächsten Saisonstarts ihrer jüngeren Geschichte erleben, wäre ein weiterer Ausfall ihres Franchise-QBs ein schwerer Rückschlag - sowohl sportlich als auch psychologisch. Seit 2018 hat Baltimore nur vier von 14 Spielen ohne Jackson gewonnen
Mit zahlreichen weiteren Verletzungen - darunter an Schlüsselspielern wie Roquan Smith und Marlon Humphrey - steht Harbaughs Team bereits früh in der Saison unter Druck. Jacksons Rückkehr wäre daher entscheidend, um den drohenden Absturz in der AFC North zu stoppen.