Seit dem Trade von Joe Flacco zu den Cincinnati Bengals stehen die Browns nur noch mit zwei aktiven Quarterbacks im Roster: Rookie Dillon Gabriel und Shedeur Sanders, Sohn von Hall-of-Famer Deion Sanders. Wer am Sonntag als Backup aufläuft, ließ Stefanski noch offen: "Wir lassen die Woche laufen und treffen die Entscheidung später."
Sanders denkt positiv über seine Entwicklung
Sanders selbst zeigte sich zuversichtlich: "Ich bin in einem großartigen mentalen Zustand. Wenn du ein Licht am Ende des Tunnels siehst, wirst du automatisch motivierter. Egal, welche Rolle ich hier habe, ich bin dankbar dafür."
Der Fünftrundenpick hatte in den ersten Wochen der Saison kaum Einsatzzeit, arbeitete aber eng mit der Offense und Offensive Coordinator Tommy Rees, der seine Entwicklung lobte: "Er hat sich stetig verbessert. Seine Vorbereitung, sein Verständnis für das System - das alles wächst von Woche zu Woche."
Zwischen Kritik und Selbstreflexion
In der vergangenen Woche war Sanders in die Schlagzeilen geraten, nachdem er in einem Interview stumm auf Fragen zur Quarterback-Situation reagiert hatte - eine ironische Antwort auf TV-Kritik von ESPN-Analyst Rex Ryan, der seine Einstellung infrage gestellt hatte.
Statt sich erneut auf Diskussionen einzulassen, bemühte sich Sanders nun um Gelassenheit: "Wir machen hier keine Negativität mehr. Ich bin einfach positiv und konzentriere mich darauf, besser zu werden." Er ergänzte, er wolle künftig darauf achten, wie seine Art auf andere wirke: "Nicht jeder versteht meinen Humor. Ich muss lernen, das besser einzuordnen."
Unterstützung vom Vater
Sein Vater Deion Sanders, der als Head Coach das College-Team der Colorado Buffaloes betreut, äußerte sich beim Interview mit CBS Colorado ebenfalls zur Situation seines Sohnes: "Shedeur macht das gut - mental, emotional, psychologisch. Er lächelt, und niemand kann ihm dieses Lächeln nehmen. Ich kann es kaum erwarten, bis er seine Chance bekommt."
Ob Sanders am Sonntag erstmals als Backup Nummer eins im aktiven Team steht, hängt vom weiteren Verlauf der Trainingswoche ab. Nach dem Abgang von Flacco ist er der logische Kandidat hinter Rookie Dillon Gabriel, den die Browns nach wie vor behutsam aufbauen. "Ich bin bereit, wenn meine Chance kommt", sagte Sanders abschließend. "Ich weiß, was ich kann, aber die Entscheidung liegt bei den Coaches."