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Skurrile Anekdoten und spannende Insights: Neues Buch über die Kansas City Chiefs

kicker

football-world.news: Worum geht es in Ihrem Buch "Die Kansas City Chiefs: Aufstieg einer neuen NFL-Dynastie"?

Kevin Wieschhues: Im Grunde geht es darum, die Geschichte der Kansas City Chiefs einmal chronologisch aufzuarbeiten. Und aufzuzeigen, dass die Chiefs nicht immer diese glorreiche von Erfolgen verwöhnte Franchise waren, sondern dass am Anfang eigentlich nur Viehzucht und Jazzmusik standen und sich die Spieler selbst gefragt haben, was sie eigentlich in Kansas City wollen. Und dass die Franchise gar nicht wirklich in Kansas City gegründet wurde, sondern in Dallas, und ursprünglich die Dallas Texans hießen. Von berühmten Spielern über die größten Erfolge oder auch Misserfolge über eine sehr, sehr lange Durststrecke bis hin zu dem Punkt, an dem wir jetzt sind - mit Patrick Mahomes, Andy Reid und dieser Golden Era.

Wie lange geht das Buch in die Vergangenheit zurück?

Bis zur Gründung im Jahr 1960. Damals eben noch als Dallas Texans, mit einer Idee von Lamar Hunt, der eine Expansionsfranchise in der NFL haben wollte. Die NFL wollte das aber nicht. Daraufhin hat er die AFL, eine eigene Football-Liga, gegründet und hat da dann quasi seine Dallas Texans direkt mit aufgezogen.

Gibt es Details, die selbst Hardcore-Fans noch überraschen werden?

Ich glaube nicht. Hardcore-Fans wissen nahezu alles über ihr Team. Aber vielleicht sind doch kleine Nuancen drin, die man eben nicht auf dem Schirm hat. Sei es zum Beispiel, dass ein Quarterback mal bei den Chiefs mit einem falschen Trikot aufgelaufen ist, weil sein Name falsch geschrieben wurde. Oder darüber, dass die Chiefs mal ein Spiel gegen die Boston Patriots verloren haben, weil ein betrunkener Fan aufs Feld gerannt ist und einen Touchdown-Pass verhindert hat. Und es damals aber diesbezüglich noch keine Regel gab. Deswegen haben die Chiefs das Spiel damals verloren. Auch solche skurrilen Anekdoten finden sich im Buch.

Sie sind selbst Anhänger der New York Giants - wie war es sich so intensiv mit einer anderen Franchise zu beschäftigen?

Das war einer der Gründe, weshalb ich mich so gefreut habe, dieses Buch zu schreiben. Als Giants-Fan weiß ich zwar sehr viel über mein Team, aber nur oberflächlich über die anderen 31 Teams. Das war für mich eine sehr lehrreiche Erfahrung, tief in diese Franchise einzutauchen und sich genau damit zu beschäftigen. Wie hat das alles eigentlich angefangen? Welche Spieler, die man jetzt vielleicht nicht als eingefleischter NFL-Fan kennt, haben diese Franchise geprägt? Welche Trainer sind gekommen und gegangen? Und welche Fehlentscheidungen wurden früher getroffen?

Von wem hatten Sie im Schreibeprozess Support?

Durch meine Arbeit beim RTL NFL Radio sind wir im engen Austausch mit den Fanclubs. Mein Ansatz war es, die German Arrowheads mitzunehmen auf diese Reise. Mir war es wichtig zu klären: Was muss eurer Meinung nach auf jeden Fall in das Buch? Was sind wichtige Meilensteine? Und hab das dann mit meiner eigenen Recherche abgeglichen. Natürlich hätte es mir geholfen, wenn ich in Kansas City vor Ort gewesen wäre. Das war zeitlich leider nicht machbar. Aber im Rahmen der Möglichkeiten hatte ich schon sehr viel Unterstützung bei dem Buch, für die ich auch sehr dankbar bin.

Die Geschichte der Chiefs: Schwierige Phasen und große Erfolge

Hat sich Ihr Bild von den Chiefs verändert?

Definitiv, definitiv. Ich wusste vorher schon, dass die Chiefs sehr lange auf ihren Superbowl-Erfolg warten mussten. Allen voran natürlich auch Headcoach Andy Reid. Aber ich hatte den Werdegang nicht so sehr auf dem Schirm. Und durch welche schwierigen Phasen diese Franchise gehen musste. Ich hab mich sehr lange gefragt, warum sie überhaupt dieses Emblem auf der linken Brustseite tragen mit den Initialen von Lamar Hunt und diesem A, weil ich mich einfach nie damit beschäftigt habe. Bis ich verstanden habe, das ist das Logo der American Football League. Und die Initialen LH logischerweise für Lamar Hunt. All diese Sachen haben meine Sichtweise auf die Chiefs deutlich verändert und in ein anderes Licht gerückt.

Gibt es schon erstes Feedback?

Zum Glück fällt das zu meiner Zufriedenheit sehr positiv aus. Also, es kommt natürlich stark darauf an, was man von diesem Buch erwartet. Es ist nicht primär für Leute, die sich eh schon sehr, sehr lange und intensiv mit dieser Franchise beschäftigt haben. Es ist eher für Leute, die mehr über dieses Team erfahren möchten, vielleicht noch nicht so lange Football gucken. Und gerade diejenigen sind sehr happy mit dem Buch. Weil sie viel lernen und weil auf die Reise dieser Franchise mitgenommen werden. Das war mir sehr wichtig. Den Anspruch hab ich an mich selber h gestellt. Und laut dem Feedback bin ich dem auch bisher gerecht geworden.

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