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Spuck-Attacke von Carter: Eines Champions unwürdig

kicker

Eigentlich war alles bereitet für das erste NFL-Spiel seit 207 Tagen. Der Champion, die Philadelphia Eagles, empfing seinen großen Rivalen, die Dallas Cowboys - ein Derby mit vielen Emotionen war zu erwarten.

Was sportlich ein spannendes Duell war, wurde von einer Szene überschattet, über die noch sehr lange gesprochen werden wird.

Carter spuckt Prescott an

Während Ben VanSumeren, der Fullback der Eagles, nach einer Verletzung behandelt werden musste, gerieten Dak Prescott und Jalen Carter aneinander. Plötzlich flog eine gelbe Flagge, Referee Shawn Smith verkündete wenig später, dass Carter disqualifiziert wurde.

Den Grund dafür lieferte er gleich mit: Der Defensive Tackle hatte Prescott angespuckt - eines Super-Bowl-Champions unwürdig!

"Das war dumm und respektlos", fand RTL-Experte Björn Werner klare Worte. Ex-Spieler und NBC-Kommentator Cris Collinsworth ging sogar noch einen Schritt weiter: "Das ist eine der unmöglichsten Aktionen, die ich je gesehen habe. Er könnte damit auch in das Gesicht seines Teams, seines Head Coaches und aller Mitarbeiter der Organisation gespuckt haben."

Zwar zeigten TV-Aufnahmen während der einstündigen Unterbrechung, dass Prescott zuvor in die Richtung von Carter gespuckt hatte, allerdings war es auf den Boden und kann daher auch nur bedingt als Ausrede herhalten.

Carter schon am College mit Charakterproblemen

Es passt viel mehr in das Bild des 24-Jährigen. Bereits vor seinem Draft 2023 gab es große Zweifel an dem Charakter Carters. Daher fiel er trotz seines überragenden sportlichen Talents in der ersten Runde, ehe die Eagles an Position neun zuschlugen.

Die Gründe dafür waren schnell gefunden. So war er Anfang 2023 an einem Autounfall beteiligt, bei dem ein betrunkener Freund einen Unfall verursachte und zwei Menschen starben.

Zudem gab es Fragenzeichen rund um seinen Charakter. So gab es Berichte, dass seine Trainer bei Georgia Zweifel bezüglich seines Charakters und seines Trainingeifers hatten. Carter soll dabei immer wieder nach seinen eigenen Regeln gespielt haben.

Wird Carter nun gesperrt?

Dass er nun derart explodierte, kommt daher nicht gänzlich überraschend. Bereits im NFC Championship Game gegen die Washington Commanders hatte er Center Tyler Biadasz eine Backpfeife gegeben. Damals hatten die Schiedsrichter die Aktion nicht gesehen, allerdings belegte die NFL Carter mit einer Geldstrafe von 17.445 Dollar.

Nun muss die Liga härter durchgreifen, auch wenn sich Carter mittlerweile entschuldigt hat. Nach so einer Aktion darf man nicht zur Normalität übergehen, denn das ist es eben nicht. Eine saftige Geldstrafe mit einer Sperre von mehreren Spielen muss es mindestens sein.

Viel spannender dürfte werden, wie die Eagles damit umgehen. Eine Suspendierung ist eigentlich unumgänglich, bei allem Schutz des Spielers. Mit dieser Aktion hat er sich wichtiger als das erste Spiel nach dem Super-Bowl-Sieg gemacht - ein absolutes No-Go!