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Steelers-Defense kollabiert gegen Bengals

kicker

Nach dem 31:33 bei den Cincinnati Bengals herrscht in Pittsburgh Ernüchterung. Nicht die Secondary, sondern die Run Defense stand im Fokus der Kritik. Gegen das bis dato schlechteste Laufteam der Liga kassierten die Steelers 142 Rushing Yards und machen das Rennen in der AFC North spannend.

"Wir müssen den verdammten Lauf stoppen"

Nach der bitteren Niederlage nahm Defensive Tackle Cameron Heyward kein Blatt vor den Mund. "Es ist nicht die Secondary, das wäre eine Ausrede", sagte er deutlich. "Die Front Line muss die Line of Scrimmage kontrollieren. Wir haben unseren Job nicht gemacht. Sie waren Letzter im Laufspiel und wir lassen sie so über uns drüberlaufen. Das ist inakzeptabel."

Tatsächlich präsentierte sich die Steelers-Defense über weite Strecken anfällig wie selten. Schon früh riss Bengals Running Back Chase Brown mit Läufen über 27 und 37 Yards riesige Lücken in die Defensive - möglich gemacht durch starke Blocks von Dalton Risner und Ted Karras.

Bengals nutzen jede Lücke

Zur Halbzeit hatte Cincinnati bereits 97 Rushing Yards und durchschnittlich über zehn Yards pro Lauf. "Wir waren nicht physisch genug, nicht diszipliniert genug", gestand Linebacker Patrick Queen. "Ich hatte selbst zwei Chancen auf Tackles, hab sie nicht genutzt. Das darf einfach nicht passieren."

Auch Head Coach Mike Tomlin zeigte sich unzufrieden: "Wir haben ihnen zu viele Räume gegeben. Wenn du zur Halbzeit schon fast 100 Yards zulässt und dann den Ball verlierst, läufst du dem Spiel hinterher."

Fehlende Turnovers und alte Muster

Zu allem Überfluss blieb Pittsburgh erneut ohne erzwungenen Ballverlust. "Wir leben von diesen Big Plays - aber wenn du keine Turnovers erzielst und den Lauf nicht stoppst, hast du ein echtes Problem", sagte T.J. Watt.

Für die Steelers ist es bereits das siebte Auswärtsspiel in Folge an einem Thursday Night Game gegen einen Divisionsgegner, das sie verloren haben. Besonders bitter: Trotz vier Touchdown-Pässen von Aaron Rodgers reichte es erneut nicht zum Sieg.

Selbstkritik und klare Worte

Heyward brachte es am Ende auf den Punkt: "Unsere Offense macht 30 Punkte - das muss reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Aber wir haben versagt. Wir müssen stolz darauf sein, den Lauf zu stoppen, und das waren wir heute nicht."

Die Steelers (4-2) bleiben zwar Tabellenführer in der AFC North, doch die Niederlage hat Spuren hinterlassen - vor allem im Selbstverständnis einer Defense, die bislang das Rückgrat des Teams war.