Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Pittsburgh hatte Chancen liegen lassen, Kritik einstecken müssen und stand noch eine Woche zuvor unter erheblichem Druck. Doch im entscheidenden Moment zeigte das Team jene Widerstandsfähigkeit, die Head Coach Mike Tomlin seit Jahren predigt und die letztlich den Unterschied machte. Gegen den Rivalen aus Baltimore wurde aus einer fragilen Saison eine gekrönte.
Der Quarterback für genau diesen Moment
Aaron Rodgers ließ keinen Zweifel daran, warum die Steelers ihn geholt hatten. Mit einem breiten Grinsen, im frisch übergestreiften "Schon erlebt, schon gewonnen"-Shirt, sprach der Quarterback nach dem Spiel von einer Saison voller Umwege und von einem Team, das nie den Glauben verloren habe. "Es braucht in dieser Phase der Saison vor allem eines: Überzeugung", sagte Rodgers. Genau die zeigte er im vierten Viertel, als er mehrfach präzise antwortete, nachdem Baltimore vorgelegt hatte.
Zusammenhalt der Mannschaft entscheidend
Head Coach Mike Tomlin machte keinen Hehl daraus, dass dieser Abend die Bestätigung einer strategischen Entscheidung war. "Das war die Vision", sagte er. "Ein Quarterback, der solche Momente nicht nur kennt, sondern darin aufblüht." Für Tomlin war der Divisionssieg kein Ziel, sondern ein Zwischenschritt: "Wir sind nicht hierhergekommen, um uns selbst zu feiern. Wir sind hier wegen dem, was jetzt kommt."
Auch in der Kabine war der emotionale Stellenwert dieses Spiels spürbar. Defensive Captain Cameron Heyward hatte die Mannschaft bereits am Vorabend eingeschworen - mit Blick auf die bittere Niederlage gegen Baltimore in den Playoffs des Vorjahres. Dieses Mal, so Heyward, habe jeder seinen Moment gehabt. "Es war eine Teamleistung. Jeder ist eingesprungen, wenn er gebraucht wurde."
Symbolisch dafür stand auch T.J. Watt. Nach drei verpassten Spielen nach Notfall-OP kehrte der Edge Rusher zurück und setzte mit konstantem Druck und einer Interception Akzente. "Wenn du den Ball in den Händen von Nummer acht siehst", sagte Watt über Rodgers, "weißt du, warum er hier ist."
Ein Kick, der alles entschied
Als Tyler Loops letzter Kick am rechten Pfosten vorbeiflog, mischten sich Erleichterung, Ungläubigkeit und Jubel. Linebacker Patrick Queen konnte nicht hinsehen, Cameron Heyward brauchte einen Moment, um es zu realisieren. Dann war klar: Pittsburgh ist Divisionsmeister - zum 25. Mal in der Franchise-Geschichte.
Die Steelers starten nun als Gastgeber gegen die Houston Texans in die Wild Card Round. Außenseiter sind sie weiterhin. Doch intern zählt etwas anderes, wie Calvin Austin III es formulierte: "Am Ende haben wir Coach T und Nummer acht. Und damit immer eine Chance."
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