In einem Statement erklärte Chad Brinker, Präsident der Football Operations, die Hintergründe der Entscheidung. "Nach intensiven Gesprächen mit unserem Owner und General Manager haben wir uns heute Morgen mit Brian Callahan getroffen, um ihm mitzuteilen, dass wir eine Veränderung auf der Head-Coach-Position vornehmen", so Brinker.
"Diese Entscheidungen sind nie einfach - und sie werden umso schwieriger, wenn sie Menschen mit großem Charakter betreffen. Wir sind dankbar für Brians Engagement in die Titans-Organisation und die Tennessee-Community während seiner Amtszeit."
Fehlende Entwicklung führte zur Trennung
Brinker betonte, dass man weiterhin einen langfristigen Plan zum Aufbau eines nachhaltigen, erfolgreichen Programms verfolge - die Fortschritte jedoch ausgeblieben seien.
"Wir haben nicht das Wachstum gezeigt, das wir uns erhofft hatten. Unsere Spieler, Fans und die gesamte Community verdienen ein Football-Team, das einem gewissen Standard gerecht wird", ergänzte der Präsident der Football Operations. "Diesem Standard entsprechen wir derzeit nicht - und wir sind bereit, die schwierigen Entscheidungen zu treffen, um ihn zu erreichen."
Callahan scheitert nach weniger als zwei Jahren
Callahan hatte den Posten im Januar 2024 übernommen, nachdem er zuvor als Offensive Coordinator der Cincinnati Bengals durchaus erfolgreich gearbeitet hatte (2019 bis 2023, Super-Bowl-Einzug mit Quarterback Joe Burrow). In Nashville unter seiner erstmals als Head Coach ausgeübten Führung konnten die Titans jedoch keine sportliche Trendwende einleiten - ganz im Gegenteil: Schlechter war ein Trainer in der Franchise-Historie nur einmal - Ken Whisenhunt mit der Bilanz von 3-20 zwischen 2014 und 2015. Auch die bislang kümmerlichen 83 Punkte sind Titans-Negativwert seit 1985.
Mit der jüngsten Niederlage gegen die Raiders kassierte man die fünfte Pleite im sechsten Spiel der Saison. Besonders bitter: Las Vegas war zuvor selbst schwach gestartet, konnte jedoch gegen die blassen Titans mit den längst wütenden Fans ("Fire Callahan"-Rufe schon seit Wochen zu vernehmen) dominieren. Diese wollen in den kommenden Tagen veröffentlichen, wer das Team interimsweise übernimmt.
Sportlich weiter geht's auf jeden Fall wie folgt: Am Sonntag zu Week 7 empfängt Tennessee um den diesjährigen First Overall Pick Cam Ward, der als Quarterback auch noch ankommen muss (erst drei Touchdown-Pässe bei vier Interceptions und erst knapp über 1000 erreichten Passing Yards) im heimischen Nissan Stadium die Patriots. Kickoff ist hier um 19 Uhr (MESZ).