Tom Brady sieht keinen Konflikt zwischen seiner Rolle als Miteigentümer der Las Vegas Raiders und seiner Tätigkeit als TV-Experte bei Fox Sports. In seinem wöchentlichen Newsletter erklärte der siebenfache Super-Bowl-Sieger, dass nur die "Paranoiden und Misstrauischen" in seiner Doppelrolle ein Problem sähen.
Brady: "Es ist meine Pflicht gegenüber dem Spiel"
"Football hat mir alles gegeben. Deshalb sehe ich es als moralische und ethische Pflicht, das Spiel weiterzuentwickeln", schrieb Brady. "Genau dort, wo sich meine Rollen überschneiden, entsteht diese Verantwortung - und nicht ein Konflikt."
Brady selbst bleibt gelassen: "Wenn ich mein Wissen einbringen kann - sowohl bei den Raiders als auch in der TV-Booth - dann erfülle ich meine Verantwortung gegenüber dem Spiel. Ein Dilemma sehe ich dabei nicht."
Raiders-Coach Pete Carroll sowie General Manager John Spytek, der Brady noch aus Tampa kennt, betonten den Wert seiner Expertise für das Team. Auch Offensivkoordinator Chip Kelly sprach von engem Austausch, relativierte später aber die Berichte über wöchentliche Gespräche zum Gameplan.
Einschränkungen bleiben bestehen
Kritiker hatten bemängelt, dass Brady als Broadcaster Zugang zu Spielern und Coaches erhält, den andere Besitzer nicht haben.
Besonders Diskussionen löste sein Auftritt im Raiders-Coaches-Booth während der Niederlage gegen die Chargers aus. Die NFL stellte jedoch klar: Brady habe keine Regeln verletzt, er dürfe sich dort aufhalten, nicht aber an Teamtrainings oder Produktionsmeetings vor Ort teilnehmen.
Die Liga lockerte jüngst einige Regeln, sodass Brady an Produktionsmeetings teilnehmen darf, allerdings nur virtuell. Der Ex-Quarterback, der 2022 einen Zehnjahresvertrag über 375 Millionen Dollar mit Fox unterzeichnet hatte, bleibt weiterhin von Teamtrainings ausgeschlossen.