Nach gerade einmal einem Jahr als Starting-Quarterback wagt sich Ty Simpson Ende April in das Draft-Haifischbecken. Ob es mit seiner inkonstanten Historie allerdings für einen Pick in der ersten Runde reicht - fraglich. Warum er trotzdem der QB #2 hinter Fernando Mendoza ist, erfahrt ihr hier.
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Vom Hauptdarsteller zur Nebenrolle
Die Familie Simpson lebt und atmet Sport: Vater Jason spielte nicht nur wie sein Sohn selbst als Quarterback, kürzlich schloss er auch seine 20. Saison als College Head Coach ab. Tys Schwester Emma spielt erfolgreich Basketball, während sein jüngerer Bruder Graham als 3-Star-Recruit Angebote von Alabama, Auburn, Oklahoma auf dem Tisch liegen hat. Natürlich ebenfalls ein Quarterback. Wir halten fest: Den Namen Simpson sollte man sich im Football-Kosmos merken.
Wenig überraschend wuchs Ty mitten im Locker Room und auf dem Spielfeldern seines Vaters auf, er absorbierte schon in Kindheitstagen das Einmaleins des Profi-Footballs. Und das merkt man bis heute. Nach drei starken Jahren an der Highschool (All-American Bowl) war Simpson nicht nur ein 5-Star, sondern gehörte zu den besten drei QBs 2022 und wurde als zweitbestes Talent aus dem Bundesstaat Tennessee eingestuft. Vielleicht nicht die ganze Welt, aber zumindest alle elitären College-Football-Programme lagen ihm zu Füßen. Die Entscheidung fiel auf die Alabama Crimson Tide unter dem damaligen Coach Nick Saban.
Doch aus dem vermeintlichen Hauptdarsteller wurde anschließend drei Jahre lang nur die Nebenrolle, denn Simpson durfte nicht starten, entschied sich dennoch zu bleiben. Dass der inzwischen 23-Jährige ein loyaler und geduldiger Mensch ist, bewies er spätestens dann. Mit einem Bachelor und Master in der Tasche, sowie zumindest einem Jahr als Starter, möchte er nun endlich in der NFL angreifen.
Stärken
Athletisch, mit einem schnellen Release, enorm kommunikativ an der Line, sowie mit guter Fußarbeit. Simpson zeigt sich trotz kürzerer Starting-Erfahrung als komplettes Talent, das auch im Run überzeugen kann. Vor allem über die Mitte ist der 23-Jährige stark, seine Pässe sind meist akkurat und er produziert konstant, obwohl seine Receiver-Kollegen in Alabama allerhand Bälle gedroppt haben. Grundsätzlich ist er niemand der hadert, sondern schnell und präzise ausführt.
Schwächen
Der wohl größte Minuspunkt bei Simpson - dessen begrenzte Zeit als #1 bei Alabama, sowie die durchwachsene Leistung als Starter. Sein durchschnittlicher Arm, ein chaotisches Zeit-Management unter Druck, sowie der nicht gerade prototypische Körperbau eines Quarterbacks hinterlassen Fragezeichen. Manchmal möchte er außerdem Würfe erzwingen. Mit nur 15 Karrierestarts muss man anmerken, dass ein weiteres Jahr am College zumindest nicht geschadet hätte.
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Runde 1 oder 2?
Hat er das Zeug als Starter in der NFL? Diese Frage werden sich in diesen Tagen auch NFL-Scouts stellen. Natürlich könnte sich ein Team in Runde 1 überraschend für den Quarterback aus Tennessee entscheiden, wahrscheinlich ist allerdings ein Pick am zweiten Tag. Sowohl die Jets, Cardinals aber auch Dolphins werden hier als potentielle Kandidaten gehandelt.
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