Nach dem bislang besten Spiel seiner NFL-Karriere bekommt Quarterback Mac Jones prominente Unterstützung und zwar von einer echten Trainer-Legende. Nick Saban, sein früherer College-Coach an der University of Alabama, äußerte sich in der Pat McAfee Show ausführlich über die Entwicklung seines einstigen Schützlings.
Dabei fand der 72-Jährige nicht nur lobende Worte für Jones’ aktuelle Leistungen, sondern auch deutliche Kritik an dessen früherem Arbeitgeber, den New England Patriots.
"Ich freue mich wirklich für Mac", sagte Saban. "Er war einer dieser Jungs, die in New England einfach in einer schlechten Situation waren - was das Coaching, den Offensive Coordinator und seine Entwicklung anging."
Saban, der Jones zwischen 2018 und 2020 an der University of Alabama trainierte und mit ihm eine nationale Meisterschaft gewann, deutete an, dass die Umstände in New England den Quarterback eher zurückgeworfen als gefördert hätten.
Unter Bill Belichick wechselten die Patriots mehrfach die Offensivverantwortlichen - 2022 war es ausgerechnet der Defensivcoach Matt Patricia, der die Offense leitete. "Wenn jemand anderes so eine Entscheidung getroffen hätte, hätte man ihn für verrückt erklärt", kommentierte ESPN-Analyst Mike Florio den damaligen Schritt.
Vom Patriots-Chaos zum 49ers-Erfolg
Nach einem schwierigen Jahr in Foxborough und der anschließenden Entlassung von Belichick fand Mac Jones bei den San Francisco 49ers eine neue sportliche Heimat und scheint dort aufzublühen. In einem stabilen System unter Head Coach Kyle Shanahan zeigt der ehemalige Erstrundenpick wieder jene Präzision und Ruhe, die ihn schon am College ausgezeichnet hatten.
Seine Passquote liegt laut Pro Football Focus nun bei über 70 Prozent - ein deutlicher Sprung im Vergleich zu seinen New-England-Jahren. "Mac ist in einem Umfeld, das seine Stärken zur Geltung bringt", sagte Saban. "Es ist schön zu sehen, dass er jetzt die Chance bekommt, zu zeigen, was wirklich in ihm steckt."
Ein Seitenhieb auf Belichick
Zwischen den Zeilen war Sabans Botschaft klar: Das Scheitern von Mac Jones lag weniger am Spieler selbst als an den Umständen bei den Patriots. Der einstige Erfolgsgarant Belichick hatte in den letzten Jahren zunehmend Kritik einstecken müssen, vor allem wegen seiner Personalentscheidungen auf der Trainerbank und in der Offense.
Jones’ Weggang nach Jacksonville und später zu den 49ers markierte endgültig das Ende einer Ära in New England. Für Saban ist das Kapitel abgeschlossen: "Ich denke, er wurde einfach nicht richtig entwickelt. Jetzt ist er an einem Ort, wo das möglich ist."