Wilson galt ursprünglich als feste Größe auf der Spielmacherposition. Doch nach drei Niederlagen zum Auftakt und schwankenden Leistungen steht sein Status auf dem Prüfstand. Welche Optionen bleiben ihm und wohin könnte ihn sein Weg führen?
Ein radikaler Wechsel
Eigentlich sollte Wilson den jungen Dart behutsam an die NFL heranführen. Doch nach nur drei Spielen ohne Sieg entschied Head Coach Brian Daboll, die Rollen neu zu verteilen.
Wilson agierte zwar phasenweise stark, blieb mit einer Passquote von rund 59 Prozent und einem Quarterback-Rating unter 80 jedoch weit unter den Erwartungen. Daboll zog die Konsequenzen und stellte klar: Dart soll nicht nur kurzfristig übernehmen, sondern langfristig aufgebaut werden. Für die Giants bedeutet dieser Schritt den klaren Fokus auf die Zukunft.
Wilsons Perspektiven: Bleiben, wechseln oder aufhören?
Für den 36-jährigen Wilson ist die Degradierung ein tiefer Einschnitt. Drei Szenarien sind nun denkbar.
Erstens: Er bleibt als erfahrener Backup in New York und unterstützt Dart mit seiner Routine. Für die Giants wäre dies ein wertvoller Mentor an der Seite des Neulings.
Zweitens: Ein Trade bis zur Deadline im November. Teams mit Verletzungssorgen oder wackelnder Quarterback-Situation könnten großes Interesse an einem gestandenen Routinier haben.
Drittens: Der Rücktritt. Wilson, Super-Bowl-Sieger und langjähriger Leistungsträger, könnte nach 14 NFL-Saisons auch über das Ende seiner aktiven Laufbahn nachdenken, sollte sich kein attraktiver Weg mehr eröffnen.
Mögliche neue Stationen
Sollte Wilson tatsächlich wechseln, kommen mehrere Teams in Frage. Die Cincinnati Bengals könnten nach der Verletzung von Joe Burrow kurzfristig Verstärkung benötigen.
Auch die New Orleans Saints suchen dringend Stabilität auf der Spielmacherposition, nachdem die bisherigen Starter nicht überzeugten. Spencer Rattler ist als Starter in die Saison gegangen und konnte nur bedingt überzeugen.
Signalwirkung für die Giants
Mit dem Schritt hin zu Dart senden die Giants eine klare Botschaft: Man setzt auf den Aufbau für die Zukunft. Doch dieser Kurs birgt auch Risiken. Der Rookie wird von Beginn an unter enormem Druck stehen, jeder Fehler, jede Unsicherheit wird genau beobachtet werden.
Für Coach Brian Daboll ist die Entscheidung ein riskantes Manöver, aber zugleich ein Bekenntnis. Gelingt es Dart, das Team zu stabilisieren, könnte er sich langfristig als Gesicht der Franchise etablieren. Misslingt das Experiment, geraten Management und Trainerstab schnell erneut in die Kritik.
Ein Wendepunkt mit offenem Ausgang
Der Wechsel auf der Quarterback-Position markiert für die Giants weit mehr als eine taktische Anpassung. Für Jaxson Dart eröffnet sich die Chance seines Lebens. Für Russell Wilson stellt sich die Frage, ob er als Mentor, als potenzieller Neuzugang anderswo oder womöglich als frisch pensionierter Spieler seinen nächsten Schritt geht.