Kurz vor Ende der regulären Spielzeit, beim Stand von 20:20, hatten die Rams First-and-Goal an der 3-Yard-Linie der 49ers. Doch Rookie-Defensive-Tackle Alfred Collins schlug Williams den Ball heraus und sicherte San Francisco den Ballbesitz. "Das ist einfach nur beschi--en", sagte Williams nach dem Spiel. "Ich habe das Team im Stich gelassen, weil ich den Ball nicht gesichert habe. Das geht voll auf mich."
Laut ESPN Research hat Williams seit Beginn der Saison 2023 bereits sieben Fumbles verschuldet - mehr als jeder andere Running Back in dieser Zeitspanne.
Rams erzwingen Verlängerung - doch Overtime-Drama folgt
Nach dem Turnover gelang es der Rams-Defense, einen weiteren Score der 49ers zu verhindern. Matthew Stafford führte die Offense noch einmal übers Feld und Kicker Joshua Karty glich per 48-Yard-Field-Goal aus. In der Verlängerung scheiterte Los Angeles dann erneut. Ausgerechnet Williams wurde bei einem kurzen vierten Versuch gestoppt. Es war damit der einzige Laufversuch eines Rams-Backs an diesem Abend, der keinen Raumgewinn brachte. Derweil übernahm Head Coach Sean McVay die Verantwortung für den finalen Play Call.
Dabei hatte Williams statistisch ein starkes Spiel geliefert: 14 Läufe für 65 Yards sowie 8 Receptions für 66 Yards und 2 Touchdowns. Seit Beginn der Saison 2023 kommt er damit auf 35 Touchdowns - gemeinsam mit Jahmyr Gibbs ligaweit der beste Wert. Doch all das rückte in den Hintergrund. "Wenn ich einfach den Ball festhalte, wären wir gar nicht erst in diese Situation gekommen", erklärte der 25-Jährige.
Mit der Niederlage gegen die 49ers stehen die Rams nun bei 3-2. Der Frust über die vergebenen Chancen im Topspiel dürfte das Team noch eine Weile begleiten - und Williams’ Fumble bleibt das Symbol für eine bittere Nacht im SoFi Stadium.