Die Entscheidung kommt zu einem brisanten Zeitpunkt. Gardner-Johnson war erst im März von den Philadelphia Eagles nach Houston gekommen und sollte als erfahrener Verteidiger die Secondary stabilisieren.
Stattdessen endet sein Engagement laut Adam Schefter nach nur drei Wochen. Hinter den Kulissen gab es offenbar Spannungen, die nun zum schnellen Bruch führten.
Kurzzeitiges Kapitel
Gardner-Johnson stand in allen drei Spielen der Saison in der Startformation und absolvierte 96 Prozent aller defensiven Snaps. Er sammelte 15 Tackles und war zunächst fest eingeplant.
Erst vor wenigen Wochen hatten die Texans sein Gehalt noch umstrukturiert und in einen Signing Bonus umgewandelt - ein Signal, dass man eigentlich langfristig mit ihm plante.
Laut mehreren Berichten war es jedoch zu Reibungen gekommen. Gardner-Johnson zeigte sich unzufrieden mit seiner Rolle, forderte mehr Blitz-Einsätze und äußerte Kritik an Teamkollegen. Zudem soll er sich klar gegen den Trade nach Houston ausgesprochen haben.
Bittere Ironie
Brisant ist auch der Rückblick auf den Trade im Frühjahr. Houston hatte für Gardner-Johnson den ehemaligen Erstrunden Pick Kenyon Green nach Philadelphia abgegeben.
Zufällig wurde auch Green in dieser Woche entlassen - beide Seiten haben also wenige Monate nach dem Deal ihre damaligen Investitionen wieder verloren.
Folgen für die Texans
Mit dem Abgang des Veteran-Safetys setzt Houston nun auf M.J. Stewart als nächste Option in der Secondary. Zwar wurde Routinier Jimmie Ward von der NFL freigesprochen, wurde jedoch von den Texans auf die PUP-Liste gesetzt. Zusätzlich hat man Jalen Mills zurückgeholt, um die Tiefe im Backfield zu verstärken.
Für die Texans kommt die Personalie mitten in einer schwierigen Phase: Nach drei Niederlagen zum Auftakt steht das Team bei 0-3 und muss am Sonntag ausgerechnet gegen die ebenfalls sieglosen Tennessee Titans antreten.