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Frustrierter Wagner über Orlando-Talfahrt: "Dann werde ich sauer"

kicker

Der Druck in Orlando wächst. Nach Jahren des Rebuilds und Aufbaus verkündete Franchise-Präsident Jeff Weltman im vergangenen Sommer die "Win-Now-Phase". Doch trotz des kostspieligen Trades von Guard Desmond Bane stehen die Magic aktuell sogar noch schlechter da als zum selben Zeitpunkt in der Vorsaison. "Es ist wahrscheinlich eine der härtesten Phasen, seitdem ich hier bei den Magic bin", verdeutlichte Moritz Wagner in der jüngsten Folge seines Podcasts Kannst du so nicht sagen.

"Wir spielen gerade echt keinen guten Ball", so der 28-Jährige selbstkritisch. "Man merkt einfach, dass gerade alles sehr, sehr schwer ist. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man im Sumpf laufen."

Eine Erklärung für die sinkende Formkurve hat der Rückkehrer, der inzwischen fünf Spiele nach überstandenem Kreuzbandriss absolviert hat, allerdings nicht. Grundsätzlich fehle dem Team durch die vielen Niederlagen eine gewisse Leichtigkeit, die man sich schließlich nur durch Erfolgserlebnisse verdienen könne.

Wagner über Magic-Krise: "Bekommen den Hebel nicht umgelegt"

"Frustrierend" sei auch, dass man als Mannschaft ja durchaus eine gute Chemie aufgebaut habe, auch das sportliche Niveau sei vorhanden. "Wir sind ja schon der Überzeugung, in der Eastern Conference richtig was reißen zu können. Aber irgendwie bekommen wir den Hebel nicht umgelegt."

Zwar versucht Wagner die emotionale Abwärtsspirale etwas zu bremsen, schließlich liege ja die halbe Saison noch vor einem, dennoch sei das gerade "eine wirklich komische Situation. Man versucht viel und hoffentlich kommen wir bald zu einem Durchbruch." Viel könne er darüber aktuell aber gar nicht nachdenken, sonst "werde ich sauer."

Für Wagner sei der Status Quo sogar noch irritierender. Schließlich habe er erst kürzlich sein emotionales Comeback nach rund 13-monatiger Verletzungspause gefeiert. "Ich denke mir die ganze Zeit: ich lasse mir den Spaß jetzt nicht verderben." Dabei helfe ihm auch eine Erkenntnis, die über seine Auszeit hinweg gereift ist. "Sachen, für die ich früher den Kopf verloren hätte, machen mich heute nicht mehr so nervös, weil ich eine ganz andere Perspektive habe. Ich möchte nicht mehr diese emotionale Abhängigkeit vom Sport haben, weil ich gesehen habe, wie drastisch es für mich war, als der Basketball dann weg war."

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