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"Gebe lieber zu viel aus": Beginnen mit Mark Walter die goldenen Lakers-Zeiten?

kicker

"Ich werden nicht versuchen, ein paar Dollar zu sparen. Ich will ein tolles Team haben und gebe lieber ein bisschen zu viel aus", sagte Walter bei der Übernahme der Los Angeles Dodgers 2012. Dieser Satz sagt viel über Walters Philosophie aus und dürfte den Lakers schon mal einen kleinen Vorgeschmack geben. Schließlich ließ er seinen Worten umgehend Taten folgen.

Direkt in seinem ersten Jahr bei dem MLB-Team tradeten die Dodgers für die All-Stars Adrian Gonzalez, Carl Crawford und Josh Beckett und nahmen eine satte Viertelmillion Dollar an Gehalt auf. 2023 verpasste er Superstar Shohei Ohtani dann einen historischen 700-Mio.-Dollar-Vertrag. Dazu zahlt sein Team Jahr für Jahr die meisten Luxussteuern aller Team, vergangenes Jahr waren es 103 Mio. Dollar. Kein Problem für den Multimilliardär.

Mark Walter: So tickt der neue Lakers-Besitzer

Walter (65) ist CEO und Eigentümer der Holdinggesellschaft TWG Global sowie der Investmentfirma Guggenheim Partners, die ein Vermögen von rund 325 Milliarden Dollar verwaltet. Mit diesem Geld kaufte er neben den Dodgers bereits Anteile am FC Chelsea, an den Los Angeles Sparks, an dem zukünftigen Formel-1-Team Cadillac sowie an der Professional Women’s Hockey League (PWHL).

Er ist dabei kein lauter Owner, sondern jemand, der im Hintergrund die Fäden zieht. Er stellt die richtigen Leute ein und sorgt dafür, dass diese dann erfolgreich sind. "Ich bin Baseball-Fan, aber ich bin nicht qualifiziert, um Entscheidungen im Baseball zu treffen, und ich möchte auch nicht so tun, als wäre ich es. Ich bin hier, um meine Leute so gut wie möglich zu unterstützen und anzufeuern - so laut ich kann", sagte er bei der Übernahme der Dodgers.

Walter ist ein abgezockter Business-Mann, der weiß, wie das Geschäft läuft, und der keine Kosten scheut, um die besten Leute einzustellen. "Was die meisten übersehen, ist, wie viel die Dodgers über die Spieler hinaus investieren. Sie geben auf Elite-Niveau Geld für Infrastruktur aus: für Talente im Front Office, Analytik und Spielerentwicklung. Jeder dieser Bereiche wird im Grunde von einem Executive auf General-Manager-Niveau geleitet, was es ihnen ermöglicht, in allen Bereichen Spitzenpersonal zu halten.", sagte ein NBA-Executive gegenüber The Athletic.

Diese Eigenschaften lassen konkurrierende Teams fürchten und machen ihn zeitgleich bei seinem eigenen Team und bei den Fans mehr als beliebt: Erst im vergangenen Jahr wurde Walter bei einer Fan-Befragung zum beliebtesten Owner der gesamten MLB gewählt.

Walter bei den Lakers: "Endlich ein echtes Unternehmen"

Was bedeutet Walters Rekord-Übernahme jetzt aber konkret für die Lakers? Zunächst einmal müssen sich Lakers-Fans keine Sorgen mehr um potenzielle Luxussteuern machen. Ja, die Buss-Familie zahlte in der Vergangenheit auch regelmäßig Luxussteuern, in Gefilde von 100+ Mio. Dollar an Luxussteuern, wie es bei den Warriors, Suns, Celtics und Clippers teilweise schon seit Jahren üblich ist, ist das Team aber nie vorgestoßen. Das wird sich ab jetzt sicherlich ändern. "Zu teuere" Verträge wird es in Zukunft in der Stadt der Engel nicht mehr geben, überbezahlen statt abgeben dürfte das neue Motto sein.

Deutlich mehr Geld wird daneben sicherlich in die Bereiche Management, Trainer-Team, Analytik etc. fließen, wie Walter es auch schon bei den Dodgers vorgemacht hat. "Das ist ein guter Schritt. Die Lakers können endlich wie ein echtes Unternehmen geführt werden", kommentierte ein Liga-Insider den Deal gegenüber ESPN.

Und auch die Lakers-Stars selbst scheinen angetan zu sein von den neusten Entwicklungen. Laut ESPN sollen LeBron James und Luka Doncic "aufgeregt" wegen der neuen Möglichkeiten der Franchise sein, der Slowene äußerte sich auch bereits öffentlich auf X. Lakers-Legende Magic Johnson freut sich ebenfalls auf den neuen Eigentümer. "Ich bin so glücklich und aufgeregt für alle Lakers-Fans auf der Welt", schrieb er auf X. "Meine Schwester Jeanie Buss hat einen tollen Job gemacht, diesen beeindruckenden Deal unter Dach und Fach zu bringen."

Zunächst wird in L.A. aber erstmal alles so weiterlaufen wie bisher. Noch-Besitzerin Jeanie Buss ist laut ESPN noch mehrere Jahre in ihrer Rolle als "Governor" tätig und damit hauptverantwortlich für das Team. Im Hintergrund wird Walter aber sicherlich schon Stück für Stück daran basteln, dass die Lakers bald auch wieder Mitte Juni in den wichtigsten Spielen der Saison im TV zu sehen sein werden.