Es kommt einfach keine Konstanz rein in Orlando. Mit dem kurzfristigen Ausfall von Franz Wagner sowie dem weiter verletzten Jalen Suggs fehlten den Magic erneut zwei Schlüsselspieler, dennoch muss ein ambitioniertes Team solch ein Hornets-Team (die am Vortag sogar noch im Einsatz waren) schlagen.
Stattdessen setzte es nach dem Spiel in London die zweite deftige Niederlage am Stück. Schon vor der Pause führten die Gäste mit bis zu 26 Punkten, es waren klare Parallelen zur Abreibung am Sonntag gegen Memphis ersichtlich. "Wir stecken im Moment in der Scheiße", brachte es Moritz Wagner auf den Punkt, der mit 14 Punkten in 15 Minuten noch so etwas wie der Lichtblick bei den Magic war.
"Solche Probleme habe ich in meiner Zeit in Orlando noch nie erlebt und wir suchen im Moment nach Antworten", schob der Berliner nach. "So ist es manchmal im Sport und nun müssen wir zusammen eine Lösung finden."
Magic: Banchero bemängelt fehlenden Plan
Gut 24 Stunden zuvor hatten die Magic noch unisono betont, dass man nun langsam eine Serie starten wolle, um eine gute Position für die Playoffs zu erspielen, doch mit Vorstellungen wie dieser sollte der Blick eher in den Rückspiegel gehen. "Es ist einfach, etwas zu sagen, aber schwer, es umzusetzen", merkte Jamahl Mosley an.
Der Coach wird sich nun wieder mit kritischeren Fragen auseinandersetzen müssen, bombenfest im Sattel sitzt er zumindest nicht mehr. Passend dazu waren auch die Worte von Paolo Banchero. "Wir müssen vorbereitet sein, einen Plan haben", meinte der ehemalige Top-Pick. "Wenn etwas nicht funktioniert, braucht es Änderungen. Man muss Lösungen finden, einen Plan haben. Das haben wir bislang nicht geschafft."
Ist dies eine Kritik am Coach? Vor Monaten gab es bereits Gerüchte, dass es zwischen Banchero und Mosley nicht besonders gut läuft, für den Moment ist das aber reine Spekulation. Auch der Forward wird sich wieder Kritik gefallen lassen müssen, seit seiner Rückkehr von einer Verletzung spielt auch er nicht auf dem Niveau des Vorjahres.
Magic: Der nächste schwache Start
Gegen Charlotte legte er zwar 25 Punkte, sieben Rebounds und fünf Assists in 30 Minuten auf, dennoch hatte er mit -25 den schlechtesten Plus-Minus-Wert. Über die Saison verlieren die Magic sogar die Minuten mit dem All-Star auf dem Feld und haben ein positives Net-Rating, wenn Banchero auf der Bank sitzt (+3,1 pro 100 Ballbesitze).
"Wir sind noch keine Einheit", führte der 23-Jährige weiter aus. "Das zeigt sich auch, wie wir spielen. Wir sind nicht konstant und das ist frustrierend. Wir wollen alle gewinnen, aber arbeiten nicht hart genug dafür, dass es auch geschieht."
Hier liegt die Crux. Das Potenzial ist da, es gab auch in dieser Saison gute Momente, doch zu oft gibt es Viertel, in denen die Magic nicht auf dem Feld sind. Gegen Charlotte gingen die Köpfe schnell runter, als diese neun Dreier im ersten Viertel trafen. Widerstand gegen die drohende Niederlage war quasi nicht ersichtlich.
Magic: Spiele gegen Cleveland richtungsweisend
"Wir müssen das kontrollieren, was wir kontrollieren können", forderte Mosley und verwies auf den Einsatz in der Defense. "Da geht es um Einstellung und Einsatz, all das gehört zum Basketball dazu." Mit Defense machten sich die Magic in den vergangenen Jahren einen Namen, im Moment ist Orlando in dieser Hinsicht nur Mittelmaß.
Dies ist aber nicht der Anspruch für ein Team, welches mit dem Trade für Desmond Bane jede Menge Chips in die Mitte schob. Orlando will angreifen, will die Spitze um New York, Detroit oder auch Cleveland angreifen. Dafür muss aber etwas passieren - und zwar bald.
Die kommenden beiden Spiele sind nun auch ausgerechnet gegen die Cavs, die ebenfalls Probleme haben, aber derzeit noch knapp vor Orlando stehen. Um nicht den Anschluss zu verlieren, werden die Magic in dieser Home-and-Home-Serie zumindest ein Spiel gewinnen müssen.
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