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Die einzige Schwäche von Oleksandr Usyk? "Ich liebe meine Gegner" - außer einen deutschen Ex-Kontrahenten

DAZN
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Oleksandr Usyk gilt nicht nur als bester Schwergewichtsboxer seiner Zeit. Er tritt auch stets als manchmal zwar sonderbarer, aber sportlich betrachtet stets fairer und skandalfreier Weltklasseboxer auf. So wahrscheinlich auch wieder am Samstag, wenn er gegen Daniel Dubois seine Schwergewichtstitel verteidigt. Und sie wieder mit dem der IBF vereinen will, den der 27 Jahre alte Engländer derzeit hält. Usyk wäre dann wieder und zum zweiten Mal schon der Undisputed Champion. 

Usyk Dubois 2 Header

DAZN bat Usyk vor seinem Fight zum Interview, das Carl Frampton führen sollte. Und im Gespräch mit dem ehemaligen Boxweltmeister präsentierte sich der Ukrainer in bester Stimmung und in Auskunftslaune. So etwa, als er nach eigenen Schwächen oder Fehlern in seinem Boxstil gefragt wurde. Uysk antwortete: "Meine Schwäche ist, dass ich Menschen liebe. Ich liebe meine Gegner." Es gibt aber eine Ausnahme: "Nur einen Gegner habe ich nicht geliebt: Marco Huck." 

Huck sei der einzige Kämpfer, den er je "gehasst" hat. Und nach Usyks eigener Aussage wird Huck als einziger Boxer diese zweifelhafte Ehre zuteil. 2017 standen sich die zwei Kontrahenten in Berlin gegenüber, es ging um den WBO-Cruisergewichtstitel. Usyk gewann den Kampf vorzeitig in der zehnten Runde.

Oleksandr Usyk liebt die Briten - und kann Marco Huck nicht leiden 

"Kein guter Typ. Schlechter Mann, weil er böse Dinge über meine Mama gesagt hat. Das ist nicht gut", erinnert sich Usyk. Um dann den Bogen zu seinem kommenden Gegner Dubois zu spannen: "Aber alle meine britischen Gegner – großartige Leute." 

In der Folge zählt Usyk einige britische Boxer auf, die bei ihm einen positiven Eindruck hinterlassen haben: Tony Bellew ("Ein großartiger Mann. Hat mir eine Chance gegeben."), Derek Chisora ("Großartiger Mann.") und Anthony Joshua ("Vielen Dank für diesen Mann."). Und er sagt weiter: "Ich liebe Großbritannien. Ich liebe die britischen Leute und meine Gegner." 

Huck griff seine Erwähnung auf. Er ging zwar nicht auf den Vorwurf ein, er habe Usyks Mutter beleidigt. Doch auf Facebook repostete er das Interview mit Usyk und fragte: "Wie kann man mich nicht lieben?" Ob er mit seinen etwas kryptischen Hashtags "#usyk #huck 2" andeuten will, er stünde für ein Wiedersehen bereit, sollte nicht zu ernst genommen werden.

Huck und Usyk: Zwei Karrieren in unterschiedlichen Richtungen 

Denn die Chancen auf einen Rückkampf zwischen Huck und Usyk sind äußerst gering bis nicht existenziell. Seit ihrem Aufeinandertreffen 2017 sind die Karrieren der beiden in völlig unterschiedliche Richtungen verlaufen. Usyk vereinigte nach dem Sieg über Huck alle Cruisergewichtstitel mit Erfolgen über Mairis Briedis, Murat Gassiev und Tony Bellew, stieg anschließend ins Schwergewicht auf und wurde durch Siege gegen Anthony Joshua (zweimal), Tyson Fury (zweimal) und Daniel Dubois vereinigter und unumstrittener Weltmeister.

Huck hingegen hat eine sportliche Durststrecke hinter sich. Zuletzt stand er nach vierjähriger Pause im Juni 2024 im Ring und erlangte einen Zehn-Runden-Punktsieg gegen Evgenios Lazaridis in Berlin. Der Fight gegen Usyk im September 2017 war sein letzter von Bedeutung.