An diesem Samstag kommt es zum ultimativen Showdown im Schwergewichtsboxen. Der ungeschlagene Superstar Oleksandr Usyk trifft im Wembley Stadium von London auf Lokalmatador Daniel Dubois. Gesucht wird der Undisputed Champion in der Königsklasse - im bereits zweiten Duell der beiden Kämpfer.

Der Ukrainer Usyk hält derzeit die Gürtel der WBA, WBO und WBC. Dubois wiederum ist IBF-Champion und hält damit jenen Titel, den Usyk auch bereits über der Schulter trug, ihn dann aber verlor, ohne selbst eine Niederlage im Ring einstecken zu müssen. Dabei ging es vor allem um Sportpolitik.
Denn nachdem sich Usyk im ersten Duell gegen Tyson Fury zum ersten Undisputed Schwergewichtschampion der Vier-Verbände-Ära gekrönt hatte, sollte er eigentlich gegen den IBF-Pflichtherausforderer antreten. Doch Usyk entschied sich für ein Rematch gegen Fury und legte den IBF-Gürtel freiwillig nieder, ehe er ihm wohl aberkannt worden wäre.
Dubois wurde direkt zum Weltmeister ernannt, ohne in einem tatsächlichen Titelkampf den Gürtel gewonnen zu haben. Das holte er aber wenig später mit einem ebenso glanzvollen wie spektakulären Sieg gegen Anthony Joshua nach. Mit diesem Erfolg verschaffte er sich Reputation und Anerkennung als echter Weltmeister.
Und er sorgte dafür, dass sich erneut die Wege zwischen Usyk und Dubois kreuzen. Denn bevor der Ukrainer seine beiden Kämpfe gegen Tyson Fury bestritt, verteidigte er im August 2023 seine damals drei großen Gürtel der WBO, WBA und IBF im polnischen Breslau eben gegen den zu diesem Zeitpunkt noch unerfahreneren Dubois.
| Event |
Usyk vs. Dubois II |
|---|---|
| Hauptkampf |
Oleksandr Usyk vs. Daniel Dubois |
| Titel |
Vereinigungskampf um die Undisputed Championship im Schwergewicht |
| Ort |
Wembley Stadium | London |
| Termin |
Samstag, 19. Juli 2025 |
| Übertragung |
Der damalige Kampf schien zu Beginn eine klare Angelegenheit zu werden. Usyk bestimmte das Geschehen in Breslau von der ersten Runde an und hatte scheinbar keine Probleme mit dem 25 Jahre alten Briten, der bis dahin kaum große Kämpfe bestritten hatte. Und das merkte man ihm auch an.
Dann aber kam die fünfte Runde und mit ihr die größte Kontroverse des Duells. Dubois schickte Usyk aus dem Nichts mit einem harten Körpertreffer auf die Bretter, doch der Ringrichter entschied, dass es sich um einen Tiefschlag gehandelt hatte. Statt Usyk anzuzählen, gab er dem Ukrainer Zeit, sich zu erholen.
Der Champion kam also mit dem Schrecken davon, ließ sich in seiner Mission aber nicht beirren. Ab der sechsten Runde hatte er das Geschehen wieder im Griff und setzte in der achten Runde seinerseits einen Niederschlag. Von diesem erholte sich Dubois zwar noch einmal, nach einem weiteren Niederschlag in Runde neun wurde er jedoch ausgezählt.
Nach dem Kampf bestimmten natürlich die Diskussionen um jene fünfte Runde die Schlagzeilen. Dubois fühlte sich um einen Sieg betrogen und argumentierte, es sei kein Tiefschlag gewesen. Das Usyk-Lager sah das wenig überraschend ganz anders. Auch die Expertenmeinungen gingen teilweise auseinander.
Während Usyk sich nach dem Sieg im ersten Duell mit Dubois in die zwei historischen Kämpfe gegen Tyson Fury stürzte, musste Dubois auf der Karriereleiter ein paar Sprossen herabsteigen. Nach vorzeitigen Siegen gegen Jarrell Miller und Filip Hrgovic wurde er nach Usyks Niederlegung des IBF-Gürtels schließlich zum Weltmeister erklärt.
Die große sportliche Herausforderung sollte aber erst noch folgen. Im September 2024 traf er als Underdog auf Ex-Weltmeister Anthony Joshua - und vermöbelte seinen britischen Landsmann nach allen Regeln der Kunst. Nach fünf Runden war ein völlig einseitiges Gefecht beendet, Dubois schockte die Boxwelt.
Seither ist er auch für die Öffentlichkeit der verdiente IBF-Champion. Mit seinen inzwischen 27 Jahren ist er für einen Schwergewichtsboxer zwar immer noch extrem jung, doch in den zwei Jahren seit dem ersten Duell mit Usyk ist er extrem gereift. Kann er dies auch am Samstag im Ring zeigen?
Der Rückkampf zwischen Usyk und Dubois, bei dem es um alle vier großen Gürtel im Schwergewicht geht, ist live und exklusiv über DAZN PPV zu sehen. DAZN-Abonnenten können das Event für einmalig 19,99 Euro buchen.
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Die Übertragung beginnt am Samstag um 18:30 Uhr mit den ersten Vorkämpfen.