In der aktuellen Order of Merit befindet sich Paul Lim außerhalb der Top 100 - und gewann sein Auftaktmatch bei der diesjährigen Darts-Weltmeisterschaft im Londoner Alexandra Palace dennoch gegen den innerhalb der Top 50 gelisteten Jeffrey de Graaf.
Der gebürtige Schwede mit dem Spitznamen "The Rebel" kam aber abgesehen vom zweiten Satz gerade in den entscheidenden Momenten nie rein ins Duell mit dem "Opa" der Darts-Szene und musste am Ende mit 1:3 als Favorit die Segel streichen - trotz acht zu zwei erreichter 180er.
Lim, dessen erste WM-Teilnahme aus dem Jahre 1982 datiert und der nun mit über 71 Jahren der älteste Profi mit einem WM-Sieg im "Ally Pally" ist, bestach derweil mit 18 Aufnahmen über 100 Punkten - darunter elf für mehr als 140. Und das, nachdem der Mann aus Singapur nach drei Jahren WM-Pause erst wieder zurückgekehrt war.
„Ich habe gespürt, dass ich die Menge auf meiner Seite habe.“ (Paul Lim nach seinem WM-Auftaktsieg plus Altersrekord)
Die Liebe der Fans im Saal war dem gelernten Koch dabei schon vor dem Sieg sicher - nun natürlich nur umso mehr. Der "Singapore Slinger" hat schließlich längst Kultstatus innerhalb des Darts-Zirkus und gilt als Wegbereiter der asiatischen Darts-Szene.
"Ich habe gespürt, dass ich die Menge auf meiner Seite habe - vielleicht liegt es an meiner Persönlichkeit, vielleicht an meinem Auftritt. Ich liebe das Spiel einfach", sagte Lim bei Sport1. Im selben Atemzug erklärte der Oldie, dem 1990 auch der erste Neun-Darter der WM-Geschichte überhaupt gelungen war, direkt auch, dass dies nicht seine letzte Teilnahme am größten Darts-Event eines jeden Jahres sei.