Die Vize-Weltmeisterin der Junioren gilt inzwischen als beste Spielerin der Welt, gewann 86 Mal hintereinander bei der Women's Series des Weltverbandes PDC. Auch den Weltranglisten-22. forderte Greaves gewaltig. Im zweiten Satz gelang es ihr, ein Leg mit gerade einmal zehn Würfen für sich zu entscheiden, zuvor hatte sie eine 128 mit Bullseye ausgecheckt. Doch am Ende hatte Gurney das glücklichere Ende auf seiner Seite.
"Sie ist für mich die beste Spielerin auf dem Planeten", sagte der 39-Jährige, der nach dem entscheidenden Wurf erst einmal tief durchatmete und anschließend Greaves aufmunternd in die Arme schloss. "Selbst aus männlicher Sicht hat diese Frau Eier. Sie wird einige PDC-Turniere gewinnen."
In der zweiten Runde, die am Samstag beginnt, trifft statt "Beau 'n' Arrow" Greaves am Dienstag nun der Weltranglisten-22. Gurney auf den Engländer Callan Rydz. Greaves halfen gegen "Superchin" Gurney auch sieben 180er-Aufnahmen und die bessere Doppelquote (38 Prozent) nicht.
Fünfte und letzte Frau bei der Darts-WM ausgeschieden
Ebenfalls am Freitag verlor die Britin Gemma Haytor mit 1:3 gegen den Weltranglistenelften Josh Rock (ebenfalls England). Bereits im Laufe der ersten Turnierwoche waren Lisa Ashton (0:3 gegen Michael Smith), Fallon Sherrock (0:3 gegen Dave Chisnall) und Transfrau Noa-Lynn van Leuven (0:3 gegen Peter Wright) ausgeschieden.
Die erst 21 Jahre alte Greaves war mit hohen Erwartungen in die WM gestartet, nachdem sie mit guten Ergebnissen hatte aufhorchen lassen. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Oktober hatte sie unter anderem Weltmeister Luke Littler geschlagen und war anschließend erst im Finale an Gian van Veen gescheitert.
Für die WM im Ally Pally hatte sich Greaves auch in den drei Vorjahren qualifiziert, ein Doppelstart bei beiden Weltmeisterschaften (PDC und WDF) ist jedoch seit 2023 nicht mehr erlaubt. Sie verzichtete daher zuletzt zweimal zugunsten der Frauen-WM - und gewann diese nun schon dreimal in Folge. Für Greaves war es daher erst die zweite WM-Teilnahme nach 2022.