Es war das zweite Spiel bei einer Weltmeisterschaft für Arno Merk. Mit Peter Wright, aktuell nur noch auf Platz 30 der Weltrangliste geführt, wartete auch zugleich ein großer Name. Und der Beginn der zweiten Partie hätte für den Deutschen kaum besser laufen können. Merk gewann den ersten Durchgang glatt mit 3:0, verwandelte alle seiner drei Versuche auf ein Doppel und checkte 122 zum Satz.
Wright holte sich im zweiten Satz dann zwar gleich sein erstes Leg, aber das warf den Deutschen nicht aus der Bahn. Merk spielte ganz ruhig weiter, gewann drei Legs in Folge und führte auch aufgrund einer starken Doppelquote (6/10 nach zwei Durchgängen) plötzlich schon mit 2:0.
Der dritte Satz war wieder ein Anwurfsatz für Merk, der somit alles in der Hand hatte, um in die dritte Runde einzuziehen. Fing er vielleicht langsam an, nachzudenken? Offensichtlich nicht, denn der 33-Jährige hielt sein Level und profitierte an diesem Nachmittag auch davon, dass Wright viele Fehler machte und weit von seinem A-Game entfernt war.
Wright unter 80 im Average
Merk gewann am Ende auch den dritten Satz mit 3:1, seinen zweiten Matchdart setzte er in die Doppel-6 und schlug anschließend die Hände über dem Kopf zusammen. Insgesamt stand es 9:2 nach Legs für den Deutschen, der sich bei seiner ersten WM-Teilnahme über die 3. Runde freuen darf. Ein Blick auf die Statistik zeigt, wie weit Wright aktuell von seiner Bestform entfernt ist: "Snakebite" spielte nur einen Average von 79,20 (Merk 92,17) und traf nur zwei seiner 15 Versuche auf ein Doppel (Merk 9/19).
Merk ist nach Martin Schindler, Gabriel Clemens und Ricardo Pietreczko der vierte Deutsche in der dritten Runde. Dort wartet nun Michael van Gerwen, der gegen Willie O'Connor gewann. "Ich bin immer noch ein bisschen am Zittern, mein Herz rast noch, aber ich bin überglücklich", sagte der Deutsche nach der Begegnung bei DAZN. "Klar, Peter hat nicht sein bestes Spiel gemacht, aber ich war immer da und habe ihm keine Möglichkeit zur Entfaltung gegeben. Ich habe nichts anbrennen lassen und bin überglücklich über den Sieg."