Gabriel Clemens steht in Runde 3 der Darts-Weltmeisterschaft 2026. Gegen den favorisierten Wessel Nijman (Nummer 31 der Setzliste) gewann "The German Giant" verdient mit 3:0, auch weil der Niederländer immer wieder Probleme mit den Doppeln hatte. Nur 20 Prozent (4/20) seiner Würfe zum Checkout traf Nijman.
Den ersten Satz holte Clemens souverän mit 3:1 in den Legs, während er den Zweiten im Decider für sich entschied. Obwohl Nijman das bessere Scoring an den Tag legte, bewies "Gaga" gutes Timing und die bessere Checkout-Quote von rund 34 Prozent (9/26). Den letzten Satz machte Gaga dann erneut mit 3:1 zu, sodass am Ende ein überraschend deutliches 3:0 für den Deutschen stand.
Wartet nun Humphries?
"Grundsätzlich erwartet man das immer von sich. Es war gut von mir. Vielleicht ein bisschen schlecht auf die Doppel, aber ansonsten hatte ich es gut im Griff", sagte Clemens anschließend bei DAZN. Nijman habe definitiv seine Chancen gehabt. "Im zweiten Satz habe ich direkt ausgemacht, das ist für den Kopf gut", fügte der Deutsche an.
In der nächsten Runde könnte er nun auf Luke Humphries treffen, wenn sich der Engländer am Abend gegen Darts-Legende Paul Lim durchsetzt. Clemens ist der dritte Deutsche, der Runde 3 bei dieser WM erreicht hat. Zuvor war dies auch Ricardo Pietreczko und Martin Schindler geglückt.
Razma souverän mit 3:1 weiter
Zuvor gewann im ersten Spiel der Nachmittagssession der Lette Madars Razma gegen Darren Beveridge (Schottland) mit 3:1. Razma, der eine starke Doppelquote von rund 58 Prozent (10/17) aufwies, zog damit souverän in Runde 3 ein. Dort trifft er auf den Sieger der Partie zwischen Gian van Veen und Alan Soutar.
Doets macht es gegen Munyua deutlich
Es war wohl die größte Sensation der jüngeren Darts-Geschichte: Als erster Kenianer stand David Munyua am Oche bei einer Darts-WM. Der Sieg in Runde 1 gegen Mike de Decker löste einen regelrechten Hype um Munyua aus, der jedoch nun sein Ende fand. Gegen den Niederländer Kevin Doets verlor der Kenianer deutlich mit 0:3 und gewann dabei nur zwei Legs.
In Runde 3 geht es für Doets gegen Sieger aus der Partie in der Abendsession zwischen Nathan Aspinall und dem US-Amerikaner Leonard Gates.
Evans ringt Wade nieder
Eine Überraschung erlebte die Nachmittagssession dann auch noch. Ricky Evans (England) setzte sich knapp mit 3:2 gegen den Weltranglisten-7. James Wade (England) durch. Dabei erlebte der 40. der Setzliste eine richtige Achterbahnfahrt. Im letzten Satz schenkte der 35-Jährige zunächst ganze sieben Matchdarts her, bevor er diesen dann mit 6:4 für sich entschied.
Nun geht es in Runde 3 für Evans gegen den Gewinner aus der Partie Charlie Manby (England) gegen Adam Sevada aus den USA weiter. Die beiden schließen die heutige Abendsession im Ally Pally ab.